Ich nehme ab – ER nimmt zu.

 

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The Preaching of St. John the Baptist by Pieter Bruegel the Elder (1526/1530–1569) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)%5D, via Wikimedia Commons

 

Abnehmen. Ein großes Thema. Ein Milliarden-Geschäft. Manche Zeitschriften könnten ohne Tipps zum Abnehmen wohl kaum existieren. Eine berühmte Diät ist ja sogar nach einer Zeitschrift benannt: Die Brigitte-Diät.

Es gab auch einmal eine Johannes-Diät. Die ging so:  Ich nehme ab – Er nimmt zu.

Es stört, wenn Menschen sich selbst zu wichtig nehmen. Manche sind mit ihrer Persönlichkeit mehr Teil des Problems als Teil der Lösung. Aufmerksamkeit auf sich selbst zu lenken, ist auch kein speziell „christliches“ Thema. Hier geht es um eine Charakter-Frage. Bin ich jemand, der sich in den Vordergrund spielt, sich eitel in der Aufmerksamkeit der Anderen sonnt, gerne im Mittelpunkt steht, die Interessen anderer nur am Rande wahrnimmt, immer zuerst an sich selbst denkt, … ?

Bei Kindern ist dies in gewissem Maß natürlich. Sie lernen zunächst sich selbst wahrzunehmen, und erkennen erst danach, mehr und mehr, dass andere Menschen ganz ähnliche Wesen sind, wie sie selbst. Bei Kindern kann das Leben davon abhängen, dass sie die Aufmerksamkeit des Betreuungspersonals haben. Man sollte allerdings irgendwann einmal erwachsen werden und die anderen Menschen mit ihren jeweils eigenen Interessen wahrnehmen und respektieren und sich einordnen in eine Gemeinschaft.

Die Johannes-Diät geht noch weiter. Johannes der Täufer verstand sich selbst als Hilfskraft; als jemand, der vorbereitende Tätigkeiten verrichtet für einen Anderen, der wichtiger ist.

Können wir uns selbst in dieser Rolle sehen? Können wir damit O.K. sein, nicht die erste Geige zu spielen? Nicht selber im Zentrum unseres eigenen Universums zu stehen? Uns nicht nur EIN- sondern UNTER-zuordnen?

Nehmen wir Gottes Wirken um uns herum war? Und können wir die Rolle erahnen, die wir vielleicht dabei spielen könnten?

Ich nehme ab  –  Jesus nimmt zu.

Mir ist in meinem eigenen Leben in der letzten Zeit aufgefallen, dass mein Denken, Planen, Reden … etwas die Verbindung zu DEM verloren hatte, um den es eigentlich geht: JESUS. Es ist Gott selbst der durch Jesus sein ewiges Friedensreich aufrichtet in dieser Welt. Ich selbst bin da nur Hilfskraft. Ich kann und soll mich mit einbringen, aber sollte gut darauf achten, dass ich nicht GEGEN Gott wirke. (Könnte So-etwas passieren?)

“ … Vielleicht steht ihr dann als solche da, die gegen Gott kämpfen …“  (Die Bibel, Neues Testament, Apostelgeschichte, 5. Kapitel, Vers 39)

“ … Saul, Saul, warum verfolgst du mich? Dein Kampf gegen mich ist sinnlos.“  (26. Kapitel, Vers 14)

Jetzt sind wir wahrscheinlich nicht gerade Christenverfolger wie Saulus/Paulus. Aber sind es unsere EIGENEN Ideen, die wir unbedingt umsetzen wollen (natürlich zu Gottes Ehre), oder fügen wir uns ein in das Wirken GOTTES in dieser Welt?

Alle Macht ist bei Gott. ER ist all-mächtig. Auch Menschen beanspruchen Macht und üben sie aus; aber alles Machen, das nicht in Einklang ist mit dem Wirken Gottes, wirkt Gott entgegen. („Wer nicht für mich ist, ist gegen mich.“)

 

… wenn jemand nicht von neuem geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht einmal sehen … Menschliches Leben wird von Menschen geboren, doch geistliches Leben von Gottes Geist. … Der Wind weht, wo er will. Du hörst ihn zwar, aber du kannst nicht sagen, woher er kommt und wohin er geht. So ist es bei jedem, der aus dem Geist geboren ist … Kein Mensch kann sich auch nur das Geringste nehmen, wenn es ihm nicht vom Himmel gegeben ist. Ihr selbst könnt bezeugen, dass ich sagte: ‚Ich bin nicht der Messias, sondern ich bin nur geschickt worden, ihm den Weg zu bahnen.‘ Wer die Braut bekommt, ist der Bräutigam. Der Freund des Bräutigams steht dabei und freut sich von Herzen, wenn er dessen Stimme hört. Das ist auch jetzt meine ganze Freude. Er muss immer größer werden, ich dagegen geringer. …

(Johannes 3)

 

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