neolog | Stille Zeit – was soll das (sein)?

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Der stille Mapourika Lake auf Neuseeland, by Richard Palmer [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)%5D, via Wikimedia Commons

 

Interessanter Artikel von Daniel Trommer  auf neolog über die „Stille Zeit“.

Der entsprechende englische Begriff ist wohl „quiet time“. Für den englischen Begriff gibt es sogar einen eigenen Wikipedia-Artikel. Für die Stille deutschsprechender Frommer steht ein bisschen im Artikel zur Stille.

Als junger Mensch war mir meine Stille Zeit sehr wertvoll, und ich profitiere heute nach vielen Jahren immer noch von der Investition von damals. Deswegen kann ich gut verstehen, warum manchen Christen „Stille Zeit“ ganz wichtig ist. Irgendwann hab ich die Routine dann verloren – wahrscheinlich weil sich meine Lebensverhältnisse änderten.

Begriff und Praxis der „Stillen Zeit“ ist ein gutes Beispiel dafür, wie manchmal Normen und Ideale in christlichen Gruppen entstehen, die das Leben für den Einzelnen nicht unbedingt einfacher machen.

Heute hab ich keine feste „Stille Zeit“, sondern ich nehme mir einfach Zeiten der Stille, des tiefen Nachdenkens und Betens so, wie es gerade passt. Gott sei Dank, hab ich die Möglichkeiten dazu.

Weiter zum: neolog-Artikel.

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Jesus im künstlichen Koma

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Feldkreuz Hochtannbergpass, by böhringer friedrich (Own work) [CC BY-SA 2.5 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5)%5D, via Wikimedia Commons

Wie kann es sein, dass es in der Geschichte der Christenheit schon seit langer, langer Zeit Christen gibt, die sich gegenseitig verketzern und manchmal sogar totgeschlagen haben? Was ist das denn für ein Jesus, an den da geglaubt wird? Und warum haben wir heute immer noch eine schier unüberschaubare Zahl von Konfessionen, Kirchen, Gruppen und Projekten, die oft „nicht so gerne“ zusammenarbeiten wollen? Wenn nicht einmal wir, als Christen, das können, was soll denn da erst die anderen machen?

 

Zuerst höre ich, dass es Spaltungen in euren Gemeindeversammlungen gibt, und zum Teil glaube ich das. Denn es müssen ja Parteien unter euch sein, damit sichtbar wird, wer von euch sich im Glauben bewährt.

(Die Bibel, Neues Testament, Paulus‘ erster Brief an die Gemeinde in Korinth, 11. Kapitel, Verse 18-19)

 

Paulinische Ironie.

Wir reden vom Evangelium, der guten Nachricht. Wie gut kann die Boschaft sein, wenn der Zustand der Christenheit so aussieht? Ist da vielleicht etwas schlecht gelehrt oder falsch verstanden worden? Und gibt es Christen, die das Problem erkennen?

In manchen Kirchen und Gruppen scheint Jesus in einem künstlichen Koma gehalten zu werden. Man benutzt gerne seinen Namen, aber ihm wirklich die Kontrolle zu überlassen … – wollte man das wirklich „riskieren“? Da könnte sich ja dann vielleicht so einiges ändern

Man bekennt Jesus als „Herr“ in seinem Glaubensbekenntnis und singt seine Lieder – aber sind es wirklich mehr als Lippenbekenntnisse? Man möchte zur Gruppe gehören, aber möchte man auch an der Seite Jesu leben? – „Vielleicht ist es ja doch besser, wenn ich da bleibe, wo ich bin, mit meinem vertrauten Gemeindealltag …“

Gottes Wort an Abraham, den Vater unseres Glaubens:

 

Geh fort aus deinem Land, verlass deine Heimat und deine Verwandtschaft und zieh in das Land, das ich dir zeigen werde! …

(Die Bibel, Tanach / Altes Testament, Bereschith / Genesis / 1. Mose 12,1)

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Der Leiterblog | 50 Millionen singen ihre Songs …

Sprache der Seele …

Unser Plappern und unsere schlauen Worte schwimmen oft nur auf der Oberfläche unseres Bewusstseins. Graue Theorie. Gefiltert durch die Brillen, die wir tragen, und durch die Siebe in unserem Kopf. In einer Zeit, wo jeder andere zutexten kann oder sein Blog ins Internet stellen – so wie ich 😉 – ersticken wir unter einem Berg aus Buchstaben.

Es gibt eine Sprache, die all das durchbricht: Die Musik. Das Schlaflied der Mutter wirkt schon, bevor das Kind die Worte versteht. Musik kann streicheln, massieren und zuschlagen. Musik greift nach unserer Seele. Wir können uns ihrer Wirkung nur entziehen, indem wir uns die Ohren zuhalten.

Musik kontrolliert unsere Gefühle. Sie kann uns manipulieren und verändern – zumindest für den Moment. Musik hat Macht. In ihrem Schatten verblassen gut gemeinte Vorsätze und lösen sich Stricke des Bösen. Musik kann gefangen nehmen und frei machen, krank machen und heilen.

DER LEITERBLOG

Es ist schon erstaunlich und nicht einfach zu erklären, wenn überhaupt! Wie kommt es, dass eine kleine Kirche in den Hügeln bei Sydney einen weltweiten Einfluss erlangt? Wie kommt es, dass ihre Jugendband Songs schreibt, die heute von über 50 Millionen Leuten an einem jeden Sonntag auf der ganzen Welt gesungen werden? Ein Phänomen. Auch in Europa. Auch in Deutschland!

»Championing the Cause of Local Churches Everywhere«, das will die Hillsong Church. Andere Kirchen ermutigen und ihnen zum Erfolg verhelfen! Jetzt ist eine Dokumentation zu »Hillsong United« und der Gemeinde auf Deutsch erschienen. Leiter können von ihr auch dann profitieren, wenn sie nicht alle Ansichten teilen und deren Wege mitgehen wollen. Wir stellen sie hier kurz vor:  

Ursprünglichen Post anzeigen 465 weitere Wörter

Allgegenwärtiges Wasser

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Nebel auf dem Ibar in Mitrovica, Kosovo, by AgronBeqiri (Own work) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)%5D, via Wikimedia Commons

 

Wasser. Atmosphäre. Luftfeuchtigkeit, Nebel und Wasserdampf. Wolken. Regen. Schnee und Eis. Arktis. 5 Ozeane und mehr als 2 Drittel der Erdoberfläche. Zwischen 2 und 3 Viertel des menschlichen Körpers. Es gibt kaum einen Stoff, der größere Bedeutung für unser Leben hat. – Woher kommt dieser Saft des Lebens?

Am Anfang unserer Bibeln steht die Erzählung von der Erschaffung unseres Universums:

 

Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde …

(Allererster Vers unserer Bibeln: Bereschith / Genesis / 1.Buch Mose, 1. Kapitel, Vers 1)

 

Auffällt beim genauen Lesen, dass der Anfang unserer Bibeln erstaunlicherweise nicht erklärt, wo das Wasser herkommt. Es ist einfach gegeben. Allgegenwärtig, und fast übermächtig und bedrohlich. Gott selbst ist es dann, der einen Hohlraum im Wasser schafft und dem Wasser befiehlt sich im Meer zurückzuziehen, so dass trockenes Land zum Vorschein kommen kann.

Für den Anfang der Bibel gilt dasselbe, das man auch über den Rest der Bibel sagen muss: Die Bibel wurde nicht direkt für uns geschrieben. Die biblischen Texte entstanden in einer Zeit, in der der Glaube an viele Götter selbstverständlich war. Polytheismus war so selbstverständlich, wie heute bei uns Atheismus oder Agnostizismus. Wenn wir diese alten Texte lesen, müssen wir – um sie richtig zu verstehen – versuchen, sie zu lesen, wie ein antiker Mensch sie gelesen hat. (Keine leichte Aufgabe.)

 

In vielen Religionen des Altertums wurden Gewässer allgemein und vor allem Quellen, als Heiligtum verehrt.

(Wikipedia)

 

In der Mesopotamischen Religion war das Meer, wie vieles andere auch, eine Gottheit. Der jüdische Glaube hingegen ist strickt monotheistisch. Es gibt keine Konkurrenz zu dem einen Gott, der alles umfasst und ordnet. Das harmonische Bild seiner Schöpfung wird nur ein bisschen gestört durch das Durcheinander (Tohuwabohu) auf der Erde in Vers 2.

 

Und die Erde war wüst und leer (Tohuwabohu), und Finsternis lag auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte über dem Wasser.

(Bereschith / Genesis / 1.Buch Mose, 1. Kapitel, Vers 2)

 

Es wird aber alles gut – beziehungsweise sehr gut. Nachdem Gott mit der Erschaffung des Menschen seine Schöpfung vollendet hat, ist alles sehr gut (Vers 31). Eine Störung im Paradies tritt dann erst im 3. Kapitel auf, durch die Schlange und den Menschen, Verführung und Vertreibung.

In diesen Erzählungen Argumente für die Debatte „Schöpfung oder Evolution“ zu suchen, erscheint mir, als ein ziemlich schiefer Blick auf diese Texte. Kaum vorstellbar, dass diese Frage die Leser damals bewegt hat. Schon die gelegentliche Bezeichnung „Schöpfungsbericht“ ist irreführend, da man die Erzählung wohl kaum als einen Bericht im modernen Sinn verstehen kann.

Offenbar bestand auch kein „naturwissenschaftliches“ Interesse des Textes zu klären, wo denn das Wasser herkommt. Erstaunlich, angesichts der überwältigen Bedeutung des Wassers, damals und heute. – Aber das Wasser ist einfach nur so da.

Die biblischen Texte sind nicht geschrieben worden, um moderne Neugier zu befriedigen. Es sind Texte, die von dem einen Gott erzählen, von dem alles herkommt und zu dem alles hingeht. Von dem einen Gott, der in Jesus selbst zu uns kommt.

[Dies ist die Überarbeitung eines älteren Posts. Den älteren Post mit Kommentaren findet ihr hier.]

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DER LEITERBLOG | Einer ist jetzt ausgestiegen!

DER LEITERBLOG

Ein deutscher Pfarrer hat die Reißleine gezogen! 50% der US-amerikanischer Pastoren denken darüber nach! Auf die Frage des LEITERBLOGS, wie deutsche Leiter zum Thema denken haben 48% der Teilnehmer signalisiert, dass sie sich im letzten Jahr tatsächlich auch mit dieser Möglichkeit beschäftigt haben. Einer nun hat zu Ostern 2016 die Reißleine gezogen, sich öffentlich dazu erklärt und viel Medienecho erhalten: Thomas Frings.

Ursprünglichen Post anzeigen 629 weitere Wörter

Spucke, ein Schuh, „Barfüßer“ und Todesstrafe bei Coitus Interruptus

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Judaic halizah shoe for declining to marry a childless widow, United States, NY, shoe museum, by Daderot (Own work) [CC0], via Wikimedia Commons

 

Klingt etwas krass – kann man aber in seiner Bibel nachlesen:

 

Juda nahm dann für seinen erstgeborenen Sohn Ger eine Frau namens Thamar. Aber Ger, der Erstgeborene Judas, zog sich das Missfallen des HERRN zu; daher ließ der HERR ihn sterben. Da sagte Juda zu Onan: »Gehe zu der Frau deines Bruders ein und leiste ihr die Schwagerpflicht, damit du das Geschlecht deines Bruders fortpflanzest!« Da Onan aber wusste, dass die Kinder nicht als seine eigenen gelten würden, ließ er, sooft er zu der Frau seines Bruders einging, (den Samen) zur Erde fallen, um seinem Bruder keine Nachkommen zu verschaffen. Dieses sein Tun missfiel aber dem HERRN, und so ließ er auch ihn sterben.

(Die Bibel / Tanach, Tora, Bereschith / Genesis / 1. Mose, 38. Kapitel, Verse 6-10)

 

Die Hauptfigur dieser Erzählung ist eigentlich eine Frau: Tamar. „Berühmt“ geworden ist diese Erzählung allerdings durch den Begriff „Onanie“, eine alternative Bezeichnung für Masturbation, abgeleitet von dem Mann Onan in dieser Erzählung, der von Gott mit dem Tode bestraft wird.

Onan hat allerdings weder masturbiert, noch wurde er bestraft, weil er Coitus Interruptus praktiziert hat, sondern er wurde bestraft, weil er seiner verwitweten Schwägerin keine Kinder machen wollte. Dieser Text hatte leider in der Geschichte „christlicher“ Sexualethik keine gute Wirkungsgeschichte; wie so manch anderer Text auch.

Um es noch einmal deutlich zu sagen: Es geht in dieser Erzählung also weder um Masturbation noch um Coitus Interruptus, sondern um die Verweigerung Onans, seiner verwitweten Schwägerin, und damit seinem verstorbenen Bruder, Kinder zu machen. Man spricht hier auch von „Schwagerehe“ oder „Leviratsehe„, zu der auch ein paar andere Verse in der Tora etwas zu sagen haben:

 

Wenn ein verheirateter Mann kinderlos stirbt und in der Nähe ein Bruder von ihm lebt, muss dieser die Witwe zur Frau nehmen. Sie soll keinen Mann außerhalb der Familie heiraten, sondern ihren Schwager. Der erste Sohn, den sie dann zur Welt bringt, soll als Sohn des Verstorbenen gelten, damit sein Name in Israel weiterlebt. Will aber der Bruder seine Schwägerin nicht heiraten, dann soll sie zu den führenden Männern gehen, die am Stadttor Gericht halten. Sie soll sagen: »Mein Schwager weigert sich, mich zu heiraten. Er will nicht dafür sorgen, dass der Name seines Bruders weiterlebt.« Die führenden Männer der Stadt sollen ihn rufen und ihn zur Rede stellen. Bleibt er bei seiner Ablehnung, dann soll seine Schwägerin ihm dort vor den führenden Männern einen Schuh ausziehen, ihm ins Gesicht spucken und ausrufen: »So behandelt man jemanden, der die Familie seines Bruders nicht am Leben erhalten will.« Ganz Israel soll es erfahren und ihn und seine Familie von da an
»Barfüßer« nennen.

(Die Bibel / Tanach, Tora, Devarim / Deuteronomium / 5. Mose, 25,5-10)

 

Besonders interessant ist diese Regelung, da sie moderne „christliche“ Moralvorstellungen vom Sex in einer monogamen Beziehung etwas stört. Der Bruder, der seine verwitwete Schwägerin heiraten soll, wird, wenn er alt genug gewesen ist, in der Regel zur damaligen Zeit auch schon verheiratet gewesen sein. Dennoch soll er, auf Gottes Gebot hin, seine Schwägerin heiraten, ohne dass dies als Ehebruch gewertet wird oder moralisch verwerflich ist. Im Gegenteil, wird die  Verweigerung  dieser moralischen und religiösen Pflicht als verwerflich eingestuft und entsprechend geahndet.

Dies ist selbstverständlich KEIN Freibrief für Sex außerhalb einer Beziehung. Die Regelung zeigt aber, dass es in der Bibel kein durchgehendes ABSOLUTES Verbot für Sex außerhalb einer monogamen Beziehung gibt, bzw. auch Polygamie in der Tora für diesen Fall möglich war. Die gesamte Vorstellung mancher Konservativen, dass sich das Sexualverhalten von Christen eindeutig durch Bibelverse regeln lässt, ist an sich natürlich schon eine abenteuerliche Vorstellung.

 

Alles ist mir erlaubt – aber nicht alles nützt mir. Alles ist mir erlaubt, aber nichts soll Macht haben über mich.

(Die Bibel, Neues Testament, 1. Brief von Paulus an die Gemeinde in Korinth 6,12)

Alles ist erlaubt – aber nicht alles nützt. Alles ist erlaubt – aber nicht alles baut auf. Denkt dabei nicht an euch selbst, sondern an die anderen.

(1. Korintherbrief 10,23-24)

 

Die Frage: „Wie weit darf ich denn gehen ohne gegen Gottes Willen zu verstoßen?“ verrät an sich schon ein schlechtes Verständnis von der Freiheit eines Christen. Vor Gott hat ein Christ  volle  Freiheit und  volle  Verantwortung.

 

Checkliste : Christlicher Glaube

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Fresko über das Pfingstwunder und die Bruder- und Schwesternschaft des Heiligen Geistes, in Via Tréby, Donnas, Valle d’Aosta, Italia; von Patafisik (Own work) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)%5D, via Wikimedia Commons

0. Bitte schreib mal kurz für dich selbst auf, was jemand unbedingt glauben muss, um Christ zu sein. (Muss keine theologische Abhandlung sein, sondern einfach deine Meinung.)

1. Nicht schummeln! 😉 Bitte erst Punkt „0.“ fertig machen. Falls du selbst schon Christ geworden bist, solltest du ja wissen, wie’s funktioniert.

2. Die Bibel ist das wichtigste und ziemlich dicke Buch der Christenheit. „Neues Testament“ nennt man den zweiten Teil der Bibel. Im Neuen Testament ist es der Abschnitt „Die Apostelgeschichte“, der davon erzählt, wie die ersten Menschen Christen wurden. (Das Wort „Christen“ kommt von „Christus“, was wiederum die Übersetzung des hebräischen Wortes für „Messias“ ist.)

3. Die Apostelgeschichte erzählt davon, wie ein paar Wochen nach der Kreuzigung des Mannes „Jesus von Nazareth“, nach dessen Auferstehung und Himmelfahrt zu Pfingsten der Heilige Geist Gottes auf die Anhänger Jesu herabkommt. Petrus, einer seiner Anhänger, predigt daraufhin, dass Jesus der von Gott gesandte Messias war, den die Menschen aber ablehnten und kreuzigen ließen. (Die Apostelgeschichte, 2. Kapitel)

 

Als die Leute das hörten, waren sie von dieser Botschaft tief betroffen. Sie fragten Petrus und die anderen Apostel: »Brüder, was sollen wir tun?« »Kehrt um zu Gott!«, forderte Petrus sie auf. »Jeder von euch soll sich auf den Namen von Jesus Christus taufen lassen! Dann wird euch Gott eure Sünden vergeben, und ihr werdet den Heiligen Geist empfangen. Diese Zusage gilt euch, euren Nachkommen und den Menschen in aller Welt, die der Herr, unser Gott, zu sich herbeirufen wird.« … Viele Zuhörer nahmen die Botschaft von Petrus an und ließen sich taufen. Die Zahl der Gläubigen wuchs an diesem Tag um etwa dreitausend.

(Apostelgeschichte, 2. Kapitel, Verse 37-41)

 

4. Wenn der Schreiber der Apostelgeschichte recht hat, reicht eine kurze Predigt, basierend auf den heiligen Texten der Juden, aus, damit Menschen eine Entscheidung für den christlichen Glauben, den Glauben an Jesus als den Messias Gottes, treffen können.

5. Offensichtlich ist der christliche Glaube nicht identisch mit einem gewissen Bibelglauben, der sich erst später in der Kirchengeschichte entwickelt hat. Wer behauptet, man muss alles glauben, was in der Bibel (einschließlich all der neutestamentlichen Bücher) steht, um Christ zu sein, der lügt und widerspricht sich selbst! (Die Apostelgeschichte ist ja Teil der Bibel!)