Einer ist jetzt ausgestiegen!

Ein Neuanfang. Wie nötig das ist, ist kaum zu übersehen; und wenn wir in die Apostelgeschichte gucken, sehen wir, wie’s funktioniert: GOTT selbst macht so was.

Für uns bleibt die Frage: Stellen wir uns Gott zur Verfügung?

DER LEITERBLOG

Ein deutscher Pfarrer hat die Reißleine gezogen! 50% der US-amerikanischer Pastoren denken darüber nach! Auf die Frage des LEITERBLOGS, wie deutsche Leiter zum Thema denken haben 48% der Teilnehmer signalisiert, dass sie sich im letzten Jahr tatsächlich auch mit dieser Möglichkeit beschäftigt haben. Einer nun hat zu Ostern 2016 die Reißleine gezogen, sich öffentlich dazu erklärt und viel Medienecho erhalten: Thomas Frings.

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Spucke, ein Schuh, „Barfüßer“ und Todesstrafe bei Coitus Interruptus

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Judaic halizah shoe for declining to marry a childless widow, United States, NY, shoe museum, by Daderot (Own work) [CC0], via Wikimedia Commons

 

Klingt etwas krass – kann man aber in seiner Bibel nachlesen:

 

Juda nahm dann für seinen erstgeborenen Sohn Ger eine Frau namens Thamar. Aber Ger, der Erstgeborene Judas, zog sich das Missfallen des HERRN zu; daher ließ der HERR ihn sterben. Da sagte Juda zu Onan: »Gehe zu der Frau deines Bruders ein und leiste ihr die Schwagerpflicht, damit du das Geschlecht deines Bruders fortpflanzest!« Da Onan aber wusste, dass die Kinder nicht als seine eigenen gelten würden, ließ er, sooft er zu der Frau seines Bruders einging, (den Samen) zur Erde fallen, um seinem Bruder keine Nachkommen zu verschaffen. Dieses sein Tun missfiel aber dem HERRN, und so ließ er auch ihn sterben.

(Die Bibel / Tanach, Tora, Bereschith / Genesis / 1. Mose, 38. Kapitel, Verse 6-10)

 

Die Hauptfigur dieser Erzählung ist eigentlich eine Frau: Tamar. „Berühmt“ geworden ist diese Erzählung allerdings durch den Begriff „Onanie“, eine alternative Bezeichnung für Masturbation, abgeleitet von dem Mann Onan in dieser Erzählung, der von Gott mit dem Tode bestraft wird.

Onan hat allerdings weder masturbiert, noch wurde er bestraft, weil er Coitus Interruptus praktiziert hat, sondern er wurde bestraft, weil er seiner verwitweten Schwägerin keine Kinder machen wollte. Dieser Text hatte leider in der Geschichte „christlicher“ Sexualethik keine gute Wirkungsgeschichte; wie so manch anderer Text auch.

Um es noch einmal deutlich zu sagen: Es geht in dieser Erzählung also weder um Masturbation noch um Coitus Interruptus, sondern um die Verweigerung Onans, seiner verwitweten Schwägerin, und damit seinem verstorbenen Bruder, Kinder zu machen. Man spricht hier auch von „Schwagerehe“ oder „Leviratsehe„, zu der auch ein paar andere Verse in der Tora etwas zu sagen haben:

 

Wenn ein verheirateter Mann kinderlos stirbt und in der Nähe ein Bruder von ihm lebt, muss dieser die Witwe zur Frau nehmen. Sie soll keinen Mann außerhalb der Familie heiraten, sondern ihren Schwager. Der erste Sohn, den sie dann zur Welt bringt, soll als Sohn des Verstorbenen gelten, damit sein Name in Israel weiterlebt. Will aber der Bruder seine Schwägerin nicht heiraten, dann soll sie zu den führenden Männern gehen, die am Stadttor Gericht halten. Sie soll sagen: »Mein Schwager weigert sich, mich zu heiraten. Er will nicht dafür sorgen, dass der Name seines Bruders weiterlebt.« Die führenden Männer der Stadt sollen ihn rufen und ihn zur Rede stellen. Bleibt er bei seiner Ablehnung, dann soll seine Schwägerin ihm dort vor den führenden Männern einen Schuh ausziehen, ihm ins Gesicht spucken und ausrufen: »So behandelt man jemanden, der die Familie seines Bruders nicht am Leben erhalten will.« Ganz Israel soll es erfahren und ihn und seine Familie von da an
»Barfüßer« nennen.

(Die Bibel / Tanach, Tora, Devarim / Deuteronomium / 5. Mose, 25,5-10)

 

Besonders interessant ist diese Regelung, da sie moderne „christliche“ Moralvorstellungen vom Sex in einer monogamen Beziehung etwas stört. Der Bruder, der seine verwitwete Schwägerin heiraten soll, wird, wenn er alt genug gewesen ist, in der Regel zur damaligen Zeit auch schon verheiratet gewesen sein. Dennoch soll er, auf Gottes Gebot hin, seine Schwägerin heiraten, ohne dass dies als Ehebruch gewertet wird oder moralisch verwerflich ist. Im Gegenteil, wird die  Verweigerung  dieser moralischen und religiösen Pflicht als verwerflich eingestuft und entsprechend geahndet.

Dies ist selbstverständlich KEIN Freibrief für Sex außerhalb einer Beziehung. Die Regelung zeigt aber, dass es in der Bibel kein durchgehendes ABSOLUTES Verbot für Sex außerhalb einer monogamen Beziehung gibt, bzw. auch Polygamie in der Tora für diesen Fall möglich war. Die gesamte Vorstellung mancher Konservativen, dass sich das Sexualverhalten von Christen eindeutig durch Bibelverse regeln lässt, ist an sich natürlich schon eine abenteuerliche Vorstellung.

 

Alles ist mir erlaubt – aber nicht alles nützt mir. Alles ist mir erlaubt, aber nichts soll Macht haben über mich.

(Die Bibel, Neues Testament, 1. Brief von Paulus an die Gemeinde in Korinth 6,12)

Alles ist erlaubt – aber nicht alles nützt. Alles ist erlaubt – aber nicht alles baut auf. Denkt dabei nicht an euch selbst, sondern an die anderen.

(1. Korintherbrief 10,23-24)

 

Die Frage: „Wie weit darf ich denn gehen ohne gegen Gottes Willen zu verstoßen?“ verrät an sich schon ein schlechtes Verständnis von der Freiheit eines Christen. Vor Gott hat ein Christ  volle  Freiheit und  volle  Verantwortung.

 

Checkliste : Christlicher Glaube

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Fresko über das Pfingstwunder und die Bruder- und Schwesternschaft des Heiligen Geistes, in Via Tréby, Donnas, Valle d’Aosta, Italia; von Patafisik (Own work) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)%5D, via Wikimedia Commons

0. Bitte schreib mal kurz für dich selbst auf, was jemand unbedingt glauben muss, um Christ zu sein. (Muss keine theologische Abhandlung sein, sondern einfach deine Meinung.)

1. Nicht schummeln! 😉 Bitte erst Punkt „0.“ fertig machen. Falls du selbst schon Christ geworden bist, solltest du ja wissen, wie’s funktioniert.

2. Die Bibel ist das wichtigste und ziemlich dicke Buch der Christenheit. „Neues Testament“ nennt man den zweiten Teil der Bibel. Im Neuen Testament ist es der Abschnitt „Die Apostelgeschichte“, der davon erzählt, wie die ersten Menschen Christen wurden. (Das Wort „Christen“ kommt von „Christus“, was wiederum die Übersetzung des hebräischen Wortes für „Messias“ ist.)

3. Die Apostelgeschichte erzählt davon, wie ein paar Wochen nach der Kreuzigung des Mannes „Jesus von Nazareth“, nach dessen Auferstehung und Himmelfahrt zu Pfingsten der Heilige Geist Gottes auf die Anhänger Jesu herabkommt. Petrus, einer seiner Anhänger, predigt daraufhin, dass Jesus der von Gott gesandte Messias war, den die Menschen aber ablehnten und kreuzigen ließen. (Die Apostelgeschichte, 2. Kapitel)

 

Als die Leute das hörten, waren sie von dieser Botschaft tief betroffen. Sie fragten Petrus und die anderen Apostel: »Brüder, was sollen wir tun?« »Kehrt um zu Gott!«, forderte Petrus sie auf. »Jeder von euch soll sich auf den Namen von Jesus Christus taufen lassen! Dann wird euch Gott eure Sünden vergeben, und ihr werdet den Heiligen Geist empfangen. Diese Zusage gilt euch, euren Nachkommen und den Menschen in aller Welt, die der Herr, unser Gott, zu sich herbeirufen wird.« … Viele Zuhörer nahmen die Botschaft von Petrus an und ließen sich taufen. Die Zahl der Gläubigen wuchs an diesem Tag um etwa dreitausend.

(Apostelgeschichte, 2. Kapitel, Verse 37-41)

 

4. Wenn der Schreiber der Apostelgeschichte recht hat, reicht eine kurze Predigt, basierend auf den heiligen Texten der Juden, aus, damit Menschen eine Entscheidung für den christlichen Glauben, den Glauben an Jesus als den Messias Gottes, treffen können.

5. Offensichtlich ist der christliche Glaube nicht identisch mit einem gewissen Bibelglauben, der sich erst später in der Kirchengeschichte entwickelt hat. Wer behauptet, man muss alles glauben, was in der Bibel (einschließlich all der neutestamentlichen Bücher) steht, um Christ zu sein, der lügt und widerspricht sich selbst! (Die Apostelgeschichte ist ja Teil der Bibel!)

Eine andere Christenheit

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Fra Angelico (circa 1395–1455) [Public domain], via Wikimedia Commons

Was wäre …

… wenn wir um die Begrenztheit unseres eigenen Verstehens wissen würden, anstatt anderen unsere Meinung als die christliche Wahrheit unter die Nase zu reiben?

… wenn wir neugierig wären, Neues zu lernen und unser Denken verändern zu lassen, anstelle uns aus Unsicherheit ans Alte zu klammern?

… wenn wir bereit werden zu prüfen, wie sinnvoll unsere kirchliche Praxis ist, anstelle einfach immer so weiter zu machen?

… wenn wir all unsere mehr oder weniger liebgewonnenen Traditionen in Frage stellen würden und zurückkehrten zum Ursprung und Wesentlichen unseres Glaubens?

… wenn das Geheimnis des Mannes aus Nazareth mehr Bedeutung für uns hätte als die Dogmen der Kirchengeschichte?

… wenn der Glaube unseres Messias Jesus uns wichtiger wäre als unsere eigenen Glaubensbekenntnisse?

… wenn wir neugierig wären, unsere jüdischen Wurzeln kennenzulernen, anstelle Juden überzeugen zu wollen, dass wir recht haben?

… wenn wir uns die Mühe machten, die biblischen Texte zu studieren, anstatt uns mit Losungen, Kalenderblättchen und Andachtsbüchern zu begnügen?

… wenn wir uns von den Texten  inspirieren ließen, anstatt uns über die Inspiration der Bibel zu streiten? Wenn wir mehr nach der Stimme Gottes lauschen würden als zu predigen?

… wenn wir fantasievoll und kreativ darin wären, uns selbst und anderen einen Zugang zu diesen alten Texten zu verschaffen, anstelle alte Bücher zur Bibel neu aufzulegen?

… wenn Liebe uns beflügeln würde, die biblischen Worte so zu gebrauchen, dass Menschen dadurch in ihrer Seele gesund werden?

… wenn wir eintreten würden in die ernsthafte Erforschung und Diskussion der biblischen Texte, anstatt mit unseren Lieblings-Versen Ping-Pong zu spielen?

… wenn wir ein Bewusstsein für die Weite und Tiefe der Themen und Fragen hätten, anstatt die Wahrheit der Bibel auf unser Niveau herabzuziehen?

… wenn wir ergriffen wären von den Botschaften der Texte, anstatt zu versuchen, die Bibel in den Griff zu kriegen?

… wenn wir Bibelausgaben als Sammlung von Rekonstruktionsversuchen antiker jüdischer und christlicher religiöser Texte transparent machen würden, anstelle die theologische Entgleisung eines Glaubens an ein göttliches Buch weiter zu befördern?

… wenn Kinder und Menschen, die noch jung im Glauben sind, durch unser Vorbild eine demütige und gesunde Wertschätzung der Texte lernen würden, und einen entsprechenden Umgang mit ihnen?

… wenn das Leben eines Menschen für uns wertvoller wäre als die Regeln der Kirche?

… wenn wir weniger Angst vor der Hölle hätten und mehr Vertrauen zu Gott?

… wenn wir Interesse hätten, andere Menschen zu verstehen, anstelle ihnen erklären zu wollen, dass wir die Wahrheit besitzen?

… wenn die eigene Authentizität und Integrität uns wichtiger wäre als die Zustimmung unserer Glaubensgenossen?

… wenn die Einsamkeit bei Jesus uns lieber wäre als die Geborgenheit im Schoß unserer Gruppe?

… wenn wir uns selbst und unsere Kirche reformieren würden, anstatt eine 500 Jahre alte Reformation aus einer anderen Zeit zu feiern?

… wenn wir uns den richtigen Glauben von Jesus erklären ließen und nicht von Katechismen?

… wenn wir darum ringen würden, die richtigen Worte für unseren Glauben zu finden, anstatt Auswendiggelerntes nachzuplappern?

… wenn wir konsequent wären in der Trennung von Kirche und Staat, anstatt uns durch alte Privilegien korrumpieren zu lassen und dem Staat das Eintreiben der Kirchensteuer und das Verwalten der Kirchenaustritte zu überlassen?

… wenn ein klares Profil wichtiger wäre als Mitgliederzahlen?

… wenn wir Menschen auf das Bekenntnis ihres Glaubens hin in einem Wassergrab untertauchen würden, anstatt Säuglinge nass zu machen?

… wenn wir zur Erinnerung an Jesus Brot und Wein in unseren Wohnungen teilen würden, anstatt einen Profi ein Ritual auf einer Bühne zelebrieren zu lassen?

… wenn wir zu Gott Vertrauen hätten wie ein Senfkorn, anstelle zu versuchen, die Angelegenheiten Gottes zu verwalten?

(Vor ein paar Hundert Jahren wäre ich für so einen Text wahrscheinlich von Menschen, die sich Christen nannten, auf einem Scheiterhaufen verbrannt worden.)

 

… „Komm, ich will dir die Braut zeigen, die Frau des Lammes!“

Gottes Geist ergriff mich und führte mich auf einen großen, hohen Berg. Dort zeigte er mir die heilige Stadt Jerusalem, wie sie von Gott aus dem Himmel herabkam. Die Stadt erstrahlte im Glanz der Herrlichkeit Gottes …

Nirgendwo in der Stadt sah ich einen Tempel. Ihr Tempel ist der Herr selbst, der allmächtige Gott, und mit ihm das Lamm. Die Stadt braucht als Lichtquelle weder Sonne noch Mond, denn in ihr leuchtet die Herrlichkeit Gottes und das Licht des Lammes. In diesem Licht werden die Völker der Erde leben, … Weil es keine Nacht gibt, werden die Tore niemals geschlossen; sie stehen immer offen.

Nun zeigte mir der Engel den Fluss, in dem das Wasser des Lebens fließt. Er entspringt am Thron Gottes und des Lammes, und sein Wasser ist so klar wie Kristall. An beiden Ufern des Flusses, der neben der großen Straße der Stadt fließt, wachsen Bäume des Lebens. Sie tragen zwölfmal im Jahr Früchte, jeden Monat aufs Neue. Mit den Blättern dieser Bäume werden die Völker geheilt.

In der Stadt wird nichts und niemand mehr unter dem Fluch Gottes stehen. Denn der Thron Gottes und des Lammes steht in ihr, und alle Einwohner werden Gott dienen …

(Die Bibel, Neues Testament, Offenbarung an Johannes, Kapitel 21-22)

 

[Dies ist die Überarbeitung eines älteren Posts, den ihr mit Kommentar hier findet.]

#emfo16 : was bleibt

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Bild: Emergent Forum / Rolf Krüger

EF16 – was war das noch mal?

Ein künstlicher Lebensmittel-Zusatzstoff? – Oder vielleicht doch eher ein gesunder Vitamin-Stoß für das geistliche Leben im deutschsprachigen Raum?

Das „Emergent Forum 2016“ (EF16) fand vom 09.-11. September in Eschborn-Niederhöchstadt bei Frankfurt/M. statt. Perfect location und tolles Wetter – mit Park gleich vor der Tür. Nach mehreren Foren in den letzten Jahren, ein weiteres Forum von Emergent Deutschland.

 

„Emergent Deutschland ist ein ökumenisch ausgerichtetes Netzwerk, das den Dialog über die Gestalt des christlichen Glaubens und kirchlicher Arbeit in der Gegenwart sucht und fördert.“

(von der emergent-deutschland.de-Webseite)

 

September 2016. Ein halbes Jahr. – Was ist geblieben von den Eindrücken, Gesprächen und Anregungen?

An diesem Wochenende findet schon das nächste Treffen, in Heidelberg, statt: CON:FUSION 2017. Thema: Christentum und Rechtspopulismus. – Bestimmt werden sich dort viele vom letzten Jahr wiedersehen.

Letztes Jahr gab es slow brew coffee an der Brewbar der Berliner Refugio Baristas auf der Terrasse des Bürgerzentrums. Seitdem hatten auch die Gedanken und Eindrücke vom Forum Ruhe und Zeit langsam ihr Aroma in unserem Leben zu entfalten.

Ein halbes Jahr. Genug Zeit für eine Zwischenbilanz.

Aber lohnt sich das überhaupt? Sind Rückblicke nicht Zeitverschwendung in unserer schnelllebigen Zeit? Schnee von gestern? Brauchen wir nicht eher „instant solutions“? Schnell vorzeigbare Ergebnisse in einer Zeit in der am Abend die Nachrichten vom Morgen schon alt sind?

Lernen braucht Zeit. Leben wächst über Jahre. Nachhaltigkeit braucht Verbindungen; Vernetzung von Menschen, Ereignissen und Wirkungen über das aktuelle Tagesgeschehen und sogar Generationen hinweg. Wachstum wie Senfkorn und Sauerteig. – Wir selbst sind nicht Gott, und schaffen es nicht alleine das Himmelreich auf die Erde zu bringen. Aber wir können uns dem Wirken Gottes zur Verfügung stellen; uns Zeit nehmen, um Gottes Wirken in unserer Welt aufzuspüren …

 

„… Ich habe geeifert für den HERRN … und ich bin allein …“

(Bibel, Tanach / Altes Testament, Sepher M’lakhim / 1. Buch der Könige, 19. Kapitel, Vers 10)

 

Vielleicht die wertvollste Erfahrung vom emfo16 war für mich, Menschen zu treffen, die dieselbe Sehnsucht herumtreibt wie mich. Ich kannte schon ein paar Namen aus der virtuellen Welt; aber jetzt konnte ich sie live sehen, hören und erleben. Gesichter und persönliche Eindrücke gesellten sich zu Namen und Internet-Botschaften.

Und ich hab ganz viele Menschen getroffen, die ich noch gar nicht kannte. Sogar eine Kommilitonin von meiner Uni in Berlin, die wie ich dort Theologie studiert!

 

Bilder

Auf der Webseite vom emfo16 findet man Bilder zu Freitag und Samstag.

 

Eindrücke & Anmerkungen

Natürlich wurden schon am ersten Tag des Forums in den sozialen Netzwerken gepostet. Auf der Webseite von Emergent Deutschland sind einige Facebook- und Twitter-Posts verlinkt, und man findet auch Link und Hashtag für Instagram und Verlinkungen zu Blog-Posts und Artikeln:

Rückblicke auf das Emergent Forum 2016

Einer der großen Vorteile unserer Zeit: das kollektive Gedächtnis im Internet. Jederzeit und überall abrufbar. Wenn man sich selbst nicht mehr so gut erinnern kann, findet man es vielleicht noch im Netz. – Digitale Erzählkultur.

 

Das Thema

EmFo16. Das Motto: „Kirche für alle, aber …“ – Hat Gottes Gnade Grenzen? Und was bedeutet das für die Kirche?

 

„Und der Menschensohn ist gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren ist.“

(Neues Testament, Lukas-Evangelium 19,10)

 

Ich hatte schon letztes Jahr (noch unter dem frischen Eindruck des Forums) ein paar Gedanken zu dem Thema aufgeschrieben:

https://schmillblog.wordpress.com/2016/09/14/emergent-forum-2016/

Und das Thema ist nach bloß einem halben Jahr natürlich immer noch genauso aktuell. Manche Dinge ändern sich nur langsam, und andere bleiben anscheinend für immer eine chronische Herausforderung.

Wenn ich auf Veranstaltungen von Kirchen und Gemeinden bin, denke ich oft, dass es viele Menschen gibt, die da nicht gut rein passen oder gar nicht erst kommen, weil sie schon wissen, dass sie sich dabei nicht wohl fühlen. – Was muss man im Kirchenalltag alles ertragen, um „religiöse Gemeinschaft“ genießen zu können?

 

… wie ein Duft, der sich ausbreitet. Von mir geht das Aroma der Botschaft vom Messias aus – Herrlichkeit Gottes.

(2. Brief von Paulus an die Gemeinde in Korinth 2,14-15)

 

Die Hautrednerinnen

Die starken Stimmen von zwei Frauen: Nadia Bolz-Weber und Christina Brudereck. – Könnte weibliche Einsicht etwas sein, wovon das Christentum noch ein bisschen mehr braucht? Nach fast 2000 Jahren Männer-Dominanz! (und noch kein Ende in Sicht)
Suchet, und ihr werdet nichts finden!

Hab bei YouTube nach emfo16 u.ä. gesucht, aber leider nichts gefunden. Habe vielleicht auch mit meiner Ecosia-Suchmaschine einen Baum gepflanzt, aber leider kein Audio oder Video zum Emergent Forum 2016 gefunden. Auch keine Skripts. – Hab ich da was übersehen oder nicht lange genug gesucht? – Wenn man die Möglichkeit hat, so was Tolles zu veranstalten und all die Zeit und Kraft investiert, wäre es doch auch toll, wenn man es im Netz zum Anhören, Anschauen und Nachlesen anbietet, oder?

Hat mich allerdings sehr gefreut, dass zumindest der Vortrag von Christina Brudereck „Ich möchte nicht das Aber sein, sondern das Und. – Die grenzenlose Liebe & unsere Lieblingsgrenzen“ auf der Emergent-Deutschland-Webseite zu hören ist.
Was bleibt

Eins bleibt ganz bestimmt: Schokolade reimt sich auf Gnade. (Natürlich. Ohne Zusatzstoffe.) Und Gottes frischer Geist weht wie der Wind: Man sieht nicht woher es kommt, und nicht, wohin es geht.

 

>>> AN ALLE DIE DA WAREN ODER VON DEN AUSWIRKUNGEN WAS ABGEKRIEGT HABEN:

Lasst doch mal hören, was bei euch nach einem halben Jahr vom EmFo16 noch hängengeblieben ist! (Andenken, Erinnerungen, Gedankenfetzen, Musik, Bilder, Texte, Erfahrungen …)

Empfehlung von gekreuzsiegt.de

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Jakobskreuz (Pillerseetal, Tirol) im ersten Schnee, by Monsoma (Bernhard Westrup) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC BY 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0)%5D, via Wikimedia Commons

 

gekreuzsiegt.de:  „Meine Empfehlung: Hossa Talk und Worthaus!

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