Kommen Homosexuelle in den Himmel?

 

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Denkmal für die erste homosexuelle Emanzipationsbewegung, Magnus-Hirschfeld-Ufer, in Berlin-Moabit; Foto von OTFW, Berlin, via Wikimedia Commons – CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)

 

Ich war etwas geschockt, als ich in der Bibel (Neues Testament) über verschiedene Übersetzungen der Verse 9 und 10 im 6. Kaptitel des ersten Briefes des Apostel Paulus an die Christen in Korinth gestolpert bin:

 

„… wer sich von seinen Begierden treiben lässt und homosexuell verkehrt, wird nicht in Gottes Reich kommen“

.
(1. Korinther 6,9-10 – Hoffnung für Alle)

.
.
„… Keiner, der … homosexuelle Beziehungen eingeht, … wird an Gottes Reich teilhaben.“
.
(1. Korinther 6,9-10 – Neue Genfer Übersetzung)

 

Sollen das gute Übersetzungen sein?

Wer, bitte, macht denn solche Bibelübersetzungen???

(Ihr könnt ja mal andere Bibelübersetzungen vergleichen.)

Wie sehr hat man sich hier überhaupt um eine gute Übersetzung bemüht, bei einem Thema, das so umstritten ist in der Christenheit?

Dass so etwas in zwei der populärsten modernen deutschen Bibelübersetzungen steht, sollte uns zu denken geben: zu denken über die Qualität von Bibelübersetzungen, die Macht von Bibelgesellschaften und Geld im Christentum und die Kraft von Vorurteilen und Tradition.

Vielleicht bringt es uns auch zum Nachdenken über die Rolle und Wirkung von Heiligen Texten und wie wir mit der Bibel umgehen.

 

An eurer Liebe zueinander werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid.“

.
(Jesus im Johannes-Evangelium 13,35)

 

Die Liebe unter Christen muss sich auch daran messen lassen, wie wir mit unseren lesbischen Schwestern und schwulen Brüdern umgehen.

Ich empfehle zu dem Thema den Worthaus-Vortrag:

DIE SCHWULE FRAGE – DIE BIBEL, DIE CHRISTEN UND DAS HOMOSEXUELLE | 5.1.1

 

25 Kommentare zu „Kommen Homosexuelle in den Himmel?

  1. Na, Ehebrecher haben doch auch eine „Baustelle“ …

    Wer jetzt weiter denkt, gar in Kausalketten, das Wort noch immer als Autorität nimmt – doch so sind die Menschen, vielleicht angefangen mit Lot, und biegen sich dann alles zurecht, oder?

    So glauben wir dann eher den Pharisäern und Schriftgelehrten, wie damals, so auch heute.
    Und der Satz von Salomon kommt schon wieder zum Einsatz:
    Nichst Neues unter der Sonne

    Und führt man dann deinen letzten Satz weiter, so darf mn sich fragen, ob wir Mördern vielleicht doch noch einen Aufenthalt, auch lebenslang im Hilton sponsern sollten.

    So machen wir uns eine menschliche, pseudo-tolerante Bibel – und wie man ja feststellen kann, wird Jesus, Gott und die Bibel ausgeschlichen werden
    und das vorallem unter der Führung dieser „netten und total unbekannten jesuitischen Kräfte“.

    Nein, ich passe keineswegs in die homophobe „Schublade“.

    Bleiben wir im Wort? Wer ist für uns Christen die Autorität?

    Alles Liebe,
    Raffa.

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  2. Erlaube, eine Bibelstelle hier einzufügen, die eben diese Thematik behandelt und auch darüber hinaus geht:

    Dass niemand euch auf irgendeine Weise verführe! Denn dieser Tag kommt nicht, es sei denn, dass zuerst der Abfall gekommen und der Mensch der Gesetzlosigkeit3 offenbart worden ist, der Sohn des Verderbens;
    4 der sich widersetzt und sich überhebt über4 alles, was Gott heißt oder Gegenstand der Verehrung ist, so dass er sich in den Tempel Gottes setzt und sich ausweist, dass er Gott sei.
    5 Erinnert ihr euch nicht, dass ich dies zu euch sagte, als ich noch bei euch war?
    6 Und jetzt wisst ihr, was zurückhält, damit er zu seiner Zeit offenbart wird.
    7 Denn schon ist das Geheimnis der Gesetzlosigkeit wirksam; nur offenbart es sich nicht, bis der, welcher jetzt zurückhält, aus dem Weg ist;
    8 und dann wird der Gesetzlose offenbart werden, den der Herr Jesus beseitigen wird durch den Hauch seines Mundes und vernichten durch die Erscheinung seiner Ankunft;
    9 ihn, dessen Ankunft gemäß der Wirksamkeit des Satans erfolgt mit jeder Machttat und mit Zeichen und Wundern der Lüge
    10 und mit jedem Betrug der Ungerechtigkeit für die, welche verloren gehen, dafür, dass sie die Liebe der Wahrheit zu ihrer Rettung nicht angenommen haben.
    11 Und deshalb sendet ihnen Gott eine wirksame Kraft des Irrwahns, dass sie der Lüge glauben,…

    Wie du weißt, bin ich seit 18 Monaten nicht nur im Bibelstudium, sondern so etwas wie ein „Neu- oder Wiedergeborener.
    Und der gute Luther hat es mir sehr angetan – wobei ich mich schon von Beginn an wundere, daß das „Licht“ Luthers gerade bei den Protestanten mehr und mehr ausgelöscht wird.

    Ich nehme mal ein weltliches Bild, welches diesen Abfall auch oder gerade der Protestanten für mich als frisch Bekehrter immer wieder vor Augen kommt.

    Gerade in Berlin kann man hoffentlich mit diesem Beispeiel etwas anfangen:
    Da ist ein Fan-Club der „Eisernen“, ergo von Union Berlin, welcher sich „Die treuen Jungs“ nennt. Doch „irgendwie“ konnte es passieren, daß sie sich nicht mehr mit Union identifizieren, Stück für Stück streichen sie ihre Bindung an den Verein. Und dann kommt ein alter Bekannter der „treuen Jungs“ und macht ihnen schmackhaft, daß sie doch beim BFC Dynamo viel besser aufgehoben wären, da ist der Eintritt zu den Spielen viel billiger, das Image ist (vielleicht) besser und die Satzungen des Vereins sind besser einzuhalten …

    Nur mal so ein kleines Beispiel, eine Metapher, welche ich jetzt mal flott mir angeeignet habe – doch gibt es da irgendwie Parallelen???

    Schenke mir Worte,
    Raffa.

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    1. In den Ländern, die eine christliche Vergangenheit haben, sind alle mehr oder weniger auch von der 2000-jährigen Geschichte der Christenheit geprägt. Es gibt dabei aber vieles, was Menschen mit dem Christentum assoziieren, was die allerersten Christen aber gar nicht hatten; was also gar nicht ursprünglich christlich ist: Kirchengebäude, Kirchenglocken, Volkskirchen, Pfarramt, Altar, Bibel, liturgische Traditionen, Luther, Päpste, etc.

      Das Christentum entstand in enger Verbindung mit jüdischer Synagogen-Frömmigkeit und jüdischen Reformbestrebungen. Wer das Wesen des ursprünglichen Christentums verstehen will, sollte weniger in die Kirchengeschichte, und mehr in die Umstände der Entstehung des Christentums im 1. Jahrhundert schauen.

      Bibelübersetzungen machen es uns da auch oft nicht leicht, weil sie auch schon durch christliche Tradition und moderne Interessen geprägt sind. Besser als sich auf wenige Verse zu konzentrieren, ist es, möglichst viel Bibel im Zusammenhang zu lesen, um ein Gefühl für die Gedankenwelt und Themen des antiken Judentums zu bekommen.

      Liebe Grüße 🙂

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      1. Wohl wahr, dann erkennt man bei den alten jüdischen Brüdern auch den Typus, welcher sich ja auch heutzutage wiedermals zeigt.
        DIe Pharisäer und Schriftgelehrten, die in den Alltag der Menschen eingreigfen mit ihren menschlichen wie seltsamen Änderungen im und am Wort Gottes, den neuen Gesetzen und Traditionen – das sich weiter entfernen von Gott bis hin zum Abfall. DAvon lesen wir zu genüge im AT und erbringen manchmal garnicht die Transferleistungen in die Jetztzeit oder die christliche Vergangenheit. Denn wie schrieb schon der weise König: Nichts Neues unter der Sonne. Da zu reflektieren, die christliche, wie die jüdische Vergangenheit zu studieren und auf die Entwicklungen unserer Tage zu „ziehen“, eben diese Transferleistung zu erbringen, um nicht wieder und wieder in die alten Verfehlungen und Sünden zu verfallen.
        Wo allerdings jetzt die Baustelle bei der Übersetzung des Verses sein mag, wo die „Grundaussage“ doch klar ist, zumal sie mehrmals auch im AT zu finden ist erschließt sich mir jetzt nicht. Das Geniale ist ja, daß sich die Bibel letztendlich selbst erklärt und man dann den Verwirrungen gerade der Neuzeit und den gehäuft vorkommenden „Neuauflagen der Bibel“ entgegen wirken kann.

        Alles Liebe,
        Raffa.

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      2. “ Das Geniale ist ja, dass sich die Bibel letztendlich selbst erklärt…“

        Ich glaube, dass ist ein großer Irrtum.

        Sicherlich gibt es Dinge in der Bibel, die so zeitlos sind, dass man sie ohne viel Vorwissen verstehen kann. Andererseits gibt es, meines Wissens, allerdings auch Stellen, wo selbst Theologen und Bibelwissenschaftler trotz Archäologie und vergleichender semitischer Sprachwissenschaft nicht genau sagen können, wie sie gemeint waren. Bibelübersetzungen verschleiern dies natürlich systematisch im Interesse der Lesbarkeit, und man merkt dies oft erst, wenn man einen wissenschaftlichen Kommentar zu Rate zieht.

        Kommunikation ereignet sich immer in einem konkreten Zusammenhang. Wir haben heute allerdings nur die biblischen Texte und der konkrete Zusammenhang der Entstehung der Texte ist weitgehend verloren gegangen.

        Gott spricht sicherlich auf vielerlei Weise und kann dies auch durch biblische Texte tun. Dies bedeutet allerdings nicht, dass wir die Texte für unsere eigenen Interessen instrumentalisieren dürfen – selbst wenn dies so noble Ziele sind, wie die persönliche Stärkung oder die Belehrung der Gemeinde.

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      3. Für die Bibel ein religiöses-wissenschaftliches Studim als Voraussetzung halte ich nicht nur übertrieben, sondern auch als besonders gefährlich – wie du schon erwähnt hast, sind es eben diese „Kandidaten“, die an der Bibel herumschrauben, gerade um sie für ihre vermeintlich heeren Ziele dann zu mißbrauchen oder um sie zu modernisieren, gar dem Zeitgeist anzupassen.

        Je mehr ich lese, studiere, vergleiche, mich „belehren“ lasse und auch in der weltlichen Historie recherchiere, wird so vieles glasklar …
        und mir fällt die Kinnlade herunter.

        Aus meiner atheistischen Zeit, der akademischen, wie auch bei meinem Bohren und Forschen in den Werken der Welt (Philosophien, Humanistischen Ansätzen und anderen Ideologien), beim Hinabtauchen in die Kaninchenbauten der Geo- und Gesellschaftspolitik etc. kann ich nur resümieren, daß es kein umfassenderes, tiefgründigeres und allumfassenders Werk der Wahrheit, der Liebe (des Charakters Gottes) und seines „Heilsplans“ gibt.

        Nirgends gibt es diese Klarheit und Konsequenz und bei der Geschichte des Buches (welche du ja als „Reformierter“ kennen wirst) gibt es auch keine Frage nach der Autorität …

        Als Quereinsteiger kann ich diese Deutungs-Debatten in keinsterweise verstehen, zu mal die aktuell agierenden Strömungen so offensichtlich erkennbar sind – und der gute Luther, wie die alten Reformatoren haben ja ein wunderbare, wie offensichtliche Vorlage gegeben.

        Halten wir die alten Knaben im Hinterkopf und schauen uns die Entwicklung weiter an, man kann ja schnell mal nachlesen, wenn wieder so „eine Sau durchs Dorf getrieben wird“
        und so wird es wiedermal 1:0 für das Buch stehen (Die Tabellenführung ist ihm eh nicht mehr zu nehmen (;-))

        Alles Liebe,
        Raffa.

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      4. Ich freu mich ja, dass dir die Bibel so wertvoll geworden ist. Ich hab allerdings leider auch den Eindruck, dass du sie missbrauchst.

        Was sagt denn die Bibel selbst, oder Gott, oder was sagen die ersten Christen zu der Frage, was die Bibel ist oder wozu sie gebraucht werden soll?

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      5. Werter Christian,

        laß mich mehr verstehen bei deiner Aussage, „ich mißbrauche“ die Bibel.
        Was ist so verkehrt, wenn ich die Bibel in Gänze als ein Art „Handbuch“ und Leitfaden nutze.

        Die ersten Christen hatten ja logischerweise nur die Tora (und das auch nur bedingt) und wenn sie Glück hatten, hatten sie die aufbauenden, wie ermahnenden Briefe. Das Zeugnis wurde in den Gemeinden lebendig gehalten, auch wenn Ende des ersten Jahrhunderts schon „Schriften“ zusammen getragen wurden.
        Deine Frage diesbezüglich, wo möchtest du, daß ich meine Aufmerksamkeit hinleite, da es für die ersten Christen ja bekanntlich dieses Buch nicht gab.
        Das der „Kanon“ erst im 4. Jahrhundert „zusammengebunden“ wurde, muß ich dir ja nicht erzählen und das dieses Buch dann unter Verschluß gehalten wurde, bis die Jungs um Hus, Luther , Zwingli dafür sorgten, das auch wir dieses Licht bekommen … ich komme mir gerade vor, als wenn ich Eulen nach Athen trage (;-)

        Was ist mit den Hinweisen und Ermahnungen Jesu Christi, mit seinen Anweisungen, seinen Erinnerungen? Wie oft lesen wir, „es steht geschrieben“, „ich bin gekommen, um zu erfüllen“, „Gedenkt mir Frau Lot“, die Bergpredigt an sich, etc.

        Jedoch die Sache mit dem Mißbrauch interessiert mich sehr, drum schenke mir Worte.

        Alles Liebe und bis dahin,
        Raffa.

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      6. Die biblischen Texte wurden eben gerade nicht als Handbuch zum christlichen Glauben für Christen des 21. Jahrhunderts geschrieben. Sie waren noch nicht einmal ein Handbuch für die Christen des ersten Jahrhunderts. Paulus‘ Briefe, z.B., waren „Gelegenheitsschreiben“ aus bestimmten Situationen heraus und z.T. an Menschen, die er persönlich kannte.

        Das Christentum ist (bzw. war zumindest ursprünglich) keine (reine) Buchreligion, sondern eine spirituelle Bewegung mit charismatischen Gaben von Menschen, die in Jesus den Messias erkannt haben und „sich den Kopf darüber zerbrachen“ und miteinander diskutierten, was denn dies nun bedeutet.

        Wir sollten es dem Gott der Bibel zutrauen, dass er heute noch genauso durch seinen Geist Menschen neu machen, befähigen und inspirieren kann.

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      7. Dann, werter Christian,

        erkläre mir, wie du mit Matthäus 24 & 25 oder mit der Offenbarung, um zwei zusammenhängende Texte heruszupicken, umgehst?

        Dein letzter Abschnitt stellt doch nicht das von mir in den Kommentaren zuvor genannte als Ausschluß-Prinzip dar – und wenn wir uns darauf einigen könnten, daß Gott treu ist, dann spricht er auch noch heute über die Bibel zu uns oder eben im persönlichen Dialog.

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      8. Das Problem von Texten ist, dass man Texte zwar überliefern kann, der eigentliche Sinn der Texte sich allerdings nur durch den historischen Zusammenhang ergibt, welcher uns immer fremder wird. Der ganz konkrete Zusammenhang der Entstehung eines biblischen Textes ist uns oft völlig unbekannt (besonders beim AT), und wir können nur versuchen aus dem Text selbst heraus, Rückschlüsse auf die Entstehung zu ziehen. Die Gefahr des Zirkelschluss‘ liegt auf der Hand. – Unser „Verstehen“ ist immer nur eine bruchstückhafte Annäherung…

        https://schmillblog.wordpress.com/2018/08/16/bibel-jetzt-8-kontext-kontext-kontext

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      9. Merkst du, wie du gerade ausweichst –
        darum bitte, was ist mit Matthäus 24 & 25, der Offenbarung und auch zum Kollegen Paule gibt es etliche Sachen, welche in die Zukunft reichen, auch in die vergangene Zukunft, was ja dann überprüfbar ist.

        Hätte weitere Fragen, gerade zu dem, was du für das AT anführst, jedoch bitte eins nach dem anderen.

        Lieben Dank,
        Raffa.

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      10. Matthäus und Offenbarung kommentieren, ist nicht so schnell mit ein paar Sätzen erledigt… 😉

        Angenommen wir könnten eindeutig nachweisen, dass Prophezeiungen der Bibel sich schon erfüllt haben. Was würde dies bedeuten?

        Es gibt keine klare Prophezeiung in den biblischen Texten, dass es einmal ein heiliges Buch (Bibel) geben würde und auch keine Liste der kanonischen biblischen Texte. Wer glaubt, dass Gott den Kanon gemacht hat, glaubt dies, weil er (oder sie) es glauben will. Die Bibel selbst sagt dazu nichts.

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      11. Hm, werter Christian,

        ich wundere mich immer wieder, daß gerade die „lutheranischen“ Christen, gerade in den letzten 20-30 Jahren die Bibel so verwerfen. Ist ja nahezu wie bei einem Lebensmittelhinweis, wenn es um die Bibel geht: „Warnung, es könnten“ Restmengen“ von Gottes Wort beinhaltet sein.

        Wie gesagt, als Quereinsteiger wundere ich mich, daß man gerade Luther so demontiert. Ich habe mir auch den „neu-geschichtlichen Kontext“ der Protestanten angeschaut. Seit ´99 und 2017 hat man sich ja der röm.-kath. wieder eingegliedert, nur der alte Firmenname steht noch drauf. Schade, daß man das viele Licht und die Erkenntnisse so leichtfertig dahin gibt.
        Zudem frage ich mich, wenn man als Organisation auf dem Fundament der Bibel erwachsen ist, welche ja dann gegen den Willen der Mutterkirche dem Volk zugänglich gemacht wurde, der eigenen, sorry, Geschäftidee so in den Rücken fällt – da fehlen mir zumindest die Worte.
        Sollte die Bibel nicht uns korrigieren oder sind wir schon so göttlich, daß wir die Bibel korrigieren – und schwupps landet man prompt beim 1. vatikanischen Konzil.

        Nicht nur ein gewisser Herr Latzel fragt sich, warum in der Protestantischen Gemeinde so wenig „Wiedergeborene“ am Start sind – Hört man ja vor Jahren aus evangelischen Mündern: The Protest ist over – und trank mit den Jesuiten ein Bierchen… und alle wunderten sich über das Tier, dessen Wunde dann doch so umfassend heilte – doch welchem Wert haben Daniel, Johannes, Luther, Zwingli…?

        Erklär mir diesen Sinneswandel, den Abfall – das ist selbst mit logischer Menschendenke nicht erklärbar, oder?

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      12. Hmm II.
        wie ist das?
        66 Bücher, 40 Autoren, ein klarer roter Faden und die Prophezeihungen sind nicht klar???Weißt du, was mich am meisten verwirrt, du bist Teil einer Gemeinde und arbeitest auch für sie, doch mit dem Ursprung, dem Evangelium, dem überlieferten Wort möchtest du nur ganz wenig zu tun haben. Die Autorität ist der Mensch – müßte man, wenn man korrekt ist, nicht die Branche und den Namen der Unternehmung ändern, wenn man konsequent und ehrlich ist, vor allem zu sich selbst?

        Echt, Christian ich bin sprachlos – wer ist denn dann deine Autorität? An wen glaubst du, wem vertraust du?

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  3. Auch ich war geschockt als ich vor kurzem diese Aussagen im NT las. Mittlerweile habe ich mich wieder entspannt: es ist doch ganz entscheidend, dass von Jesus selbst keine homophoben Äußerungen dokumentiert sind. Wenn Paulus zu dem Schluss kommt, dass gleichgeschlechtlich Liebende nicht in den Himmel kommen, dann ist das wohl eher auf seinem Mist gewachsen oder wurde ihm angedichtet, whatever. Jedenfalls kann er sich damit nicht glaubhaft auf die Ansichten von Jesus berufen.

    Eure Maren

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      1. Die Tragik dahinter ist, es werden Menschen das klare und wahre Gotteswort verwehrt durch Übersetzungen die der Kultur und Menschheit nutzen bringen soll.

        Ich selbst bin das beste Beispiel. Ich möchte einfach nur wissen was Gott zu dem Punkt meint oder meinte. Wo finde ich die ersten Bibelübersetzungen die korrekt sind? Tipps?

        1000 dank und viele Grüsse

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      2. Ich weiß nicht, ob du eine zweite Sprache sprichst. Wenn man mit Übersetzung zu tun hat, merkt man immer wieder, dass eine Übersetzung nicht dasselbe ist, wie das Original. In diesem Sinne gibt es keine „korrekte“ Übersetzung, sondern nur mehr oder weniger gute. Gut ist natürlich, wenn man die biblischen Texte in den Originalsprachen (Hebräisch, Griechisch,….) lesen kann. Aber seit mehr als 1000 Jahren beherrscht leider auch niemand mehr diese Sprachen auf muttersprachlichem Niveau.

        Ich benutzte gern den bibleserver, wo man verschiedene Übersetzungen zur Auswahl hat und vergleichen kann. NGÜ und HfA benutze ich eigentlich schon gerne.

        Das Entscheidende ist, dass du lernst die leise Stimme Gottes in deinem Herzen hören zu lernen. Das ist dann auch immer ganz aktuell 😉

        https://schmillblog.wordpress.com/2019/08/30/wuerde-gott-in-einer-persoenlichen-beziehung-nicht-auch-persoenlich-reden

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  4. Das Problem ist doch immer – egal bei welcher Übersetzung – dass sie den kulturellen Kontext nicht mit übersetzt. Homosexualität war zu diesem Zeitpunkt gesellschaftlich fast ausschließlich über Lustknaben populär. So etwas wie eine partnerschaftliche Beziehung auf Augenhöhe aus Liebe gibt es doch erst seit historisch kurzer Zeit in Europa in einem Maße, dass es gesellschaftsrelevant ist. Und dementsprechend ist Homosexualität im Zusammenhang Paulus‘ ohne Zweifel auf Ersteres bezogen. Ob man es mit Homosexualität oder das Verkehren mit Lustknaben übersetzt ist im Kontext(!) das gleiche, weshalb i.m.h.o. die Übersetzungen keinen Unterschied machen, wenn man den Kontext kennt.
    Das Thema ist natürlich kontrovers und auch nicht eindeutig, weshalb eine Betrachtung ohne den Kontext zwangsläufig zu einer Fehl-/Überinterpretation führt – unabhängig von der Übersetzung. Deswegen würde ich an der Stelle die Übersetzung entlasten wollen, es wäre aber gut gewesen an der Stelle eine Annotation einzufügen, die den Sachverhalt divers betrachtet. Aber das müsste man dann theoretisch an jeden 2. Satz anfügen, weil es ohne Kontext heutzutage an manchen Stellen missverständlich ist…

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