Wärst du auch gerne mit Sex-Workern befreundet?

 

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„Au Salon de la rue des Moulins“ von Henri de Toulouse-Lautrec (1894) via Wikimedia Commons – public domain

 

„… Was für ein Schlemmer und Säufer, dieser Freund der Zolleinnehmer und Sünder! …“

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(Kritik von Zeitgenossen von Jesus; Bibel, Neues Testament; Matthäus-Evangelium 11. Kapitel, Vers 19)

 

Was würden wohl deine Familie und deine Freunde dazu sagen?

Jesus hatte keinen guten Ruf zu verlieren. Zumindest nicht in den frommen Kreisen seiner Zeit.

Ein Freund von Nutten und korrupten Kollaborateuren mit der verhassten römischen Besatzungsmacht. – Der Ausdruck „politisch inkorrekt“ wäre eine grobe Verharmlosung. – Jesus hatte nicht nur populäre Menschen unter seinen Freunden. Er hatte ein Herz für die Loser seiner Zeit. Und er suchte das Gespräch mit denen, um die andere einen Bogen machten.

Jesus war eine äußerst umstrittene Persönlichkeit des öffentlichen Lebens seiner Zeit. Ein Konflikt, der ihn am Ende das Leben kostete.

 

„Dann verließ Jesus die Stadt und ging wie gewohnt zum Ölberg hinaus. Seine Jünger begleiteten ihn …
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Er entfernte sich ein kleines Stück von ihnen, kniete nieder und betete:
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‚Vater, wenn es dein Wille ist, dann lass diesen bitteren Kelch des Leidens an mir vorübergehen. Aber nicht was ich will, sondern was du willst, soll geschehen.‘
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Da erschien ein Engel vom Himmel und gab ihm neue Kraft. Jesus litt Todesängste und betete so eindringlich, dass sein Schweiß wie Blut auf die Erde tropfte.
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Als er nach dem Gebet aufstand und zu seinen Jüngern zurückkehrte, sah er, dass sie eingeschlafen waren, erschöpft von ihren Sorgen und ihrer Trauer.“
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(Lukas-Evangelium; Neues Testament; 22,39-45)

 

Das älteste Gewerbe der Welt

Prostitution. Leider ein zeitloses Thema. Und nicht nur die Sex-Worker selbst haben Probleme, sondern seit je her bringt dieser Beruf auch Probleme für den Rest der Welt mit sich. – Es gibt professionelle Organisationen, die versuchen zu helfen, in diesem komplizierten Milieu. Und es gibt Kirchen, die offene Türen haben.

Die Art und Weise, wie Jesus Nutten begegnete, ist bestimmt ein Aspekt seines Lebens, der Menschen die letzten 2000 Jahre besonders berührt hat. Prostitution geht an die Substanz des menschlichen und gesellschaftlichen Miteinanders. Die nüchterne Bezeichnung „Prostitution“ macht die ganze Angelegenheit nicht harmloser.

Die krasseste Jesus-Erzählung dazu wäre wohl diese:

 

Einmal wurde Jesus von einem Pharisäer zum Essen eingeladen. Er ging in das Haus dieses Mannes und setzte sich an den Tisch. Da kam eine Prostituierte herein, die in dieser Stadt lebte. Sie hatte erfahren, dass Jesus bei dem Pharisäer eingeladen war. In ihrer Hand trug sie ein Fläschchen mit wertvollem Salböl. Die Frau ging zu Jesus, kniete bei ihm nieder und weinte so sehr, dass seine Füße von ihren Tränen nass wurden. Mit ihrem Haar trocknete sie die Füße, küsste sie und goss das Öl darüber.

Der Pharisäer hatte das alles beobachtet und dachte: „Wenn dieser Mann wirklich ein Prophet wäre, müsste er doch wissen, was für eine Frau ihn da berührt. Sie ist doch eine stadtbekannte Hure!“

„Simon, ich will dir etwas erzählen“, unterbrach ihn Jesus in seinen Gedanken.

„Ja, ich höre zu, Lehrer‘, antwortete Simon.

„Ein reicher Mann hatte zwei Leuten Geld geliehen. Der eine Mann schuldete ihm fünfhundert Silberstücke, der andere fünfzig. Weil sie das Geld aber nicht zurückzahlen konnten, schenkte er es beiden. Welcher der beiden Männer wird ihm nun am meisten dankbar sein?“

Simon antwortete: „Bestimmt der, dem er die größte Schuld erlassen hat.“

„Du hast Recht!“, bestätigte ihm Jesus. Dann blickte er die Frau an und sagte:

„Sieh diese Frau, Simon! Ich kam in dein Haus, und du hast mir kein Wasser für meine Füße gegeben, was doch sonst selbstverständlich ist. Aber sie hat meine Füße mit ihren Tränen gewaschen und mit ihrem Haar getrocknet. Du hast mich nicht mit einem Kuss begrüßt. Aber seit ich hier bin, hat diese Frau immer wieder meine Füße geküsst. Du hast meine Stirn nicht mit Öl gesalbt, während sie dieses kostbare Öl sogar über meine Füße gegossen hat. Ich sage dir: Ihre große Schuld ist ihr vergeben; und darum hat sie mir so viel Liebe gezeigt. Wem aber wenig vergeben wird, der liebt auch wenig.“

Zu der Frau sagte Jesus: „Deine Sünden sind dir vergeben.“

Da tuschelten die anderen Gäste untereinander: „Was ist das nur für ein Mensch! Kann der denn Sünden vergeben?“

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(Lukas-Evangelium 7,36-50)

 

Neugierig geworden?

EINE BEGEGNUNG, DIE ALLES VERÄNDERTE – DAS GLEICHNIS VON DEN BEIDEN SCHULDNERN (LK 7,36-50) | WORTHAUS 1.2.1

 

[Dies ist die neuere Überarbeitung eines älteren Artikels, welchen ihr mit Kommentaren hier findet.]

 

Sandra Hauser | Interview mit Marion Küstenmacher

 

Im August, nach dem Erscheinen von „Integrales Christentum“, führte Sandra Hauser ein Interview mit der Autorin des Buches, Marion Küstenmacher:

Interview mit Marion Küstenmacher

 

Ein Kurs zum GLAUBEN ? Oder eher Kurse zum Wundern?

 

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Foto von Pål Berge (http://www.flickr.com/photos/paalb/49636016/) via Wikimedia Commons – CC BY 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0)

 

Glaubenskurse sind ziemlich populär. – Wo viel Religiöses nicht mehr funktioniert und Kirche „out“ ist, ist hier vielleicht ein Hoffnungsschimmer?

Sind Glaubenskurse nicht irgendwie auch cooler und auch frommer als Religions- oder Konfirmationsunterricht?

Aber kann man Glauben überhaupt lehren und lernen?

Der klassische „Glaubenslehrer“ in unserem Kulturkreis ist ja der Pfarrer, der ein Theologie-Studium absolviert hat; und an dieser Stelle läuft schon was schief:

Theologie = Wissenschaft von Gott? Kann es so etwas überhaupt geben? Und ist eine akademische Ausbildung an einer Universität dafür geeignet, Gott kennenzulernen? Oder sollte man eher zu einem Guru nach Indien fahren? Welche Qualifikationen müsste denn jemand besitzen, um ein Glaubenslehrer zu sein?

Inwieweit sind all die theoretischen akademischen Ausbildungen an den Universitäten überhaupt dazu geeignet, all die Studenten für ihren späteren harten Berufsalltag vorzubereiten? Wie sieht’s denn so aus mit den Soft Skills oder der Verwertbarkeit des Gelernten in der Praxis?

 

„… ohne Glauben ist es unmöglich, Gott zu gefallen. Wer zu Gott kommen will, muss glauben, dass es ihn gibt und dass er die belohnt, die ihn aufrichtig suchen.“

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(Bibel, Neues Testament, Hebräerbrief, 11. Kapitel, Vers 6)

 

sola fide

In der lutherischen Tradition spielt Glaube eine überragende Rolle. Es ist der Glaube des Menschen, der über Himmel und Hölle entscheidet. Und dies hat Luther sich nicht neu ausgedacht. Es steht ja in so mancher Bibel:

 

Wer da glaubt und getauft wird, der wird selig werden; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden.“

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(Markus-Evangelium; Neues Testament; 16,16)

 

Worum geht es eigentlich?

Oft, wenn über Glaube gesprochen wird, ist nicht ganz klar, was denn eigentlich gemeint ist.

 

„Das Wort Glaube (auch Glauben; lateinisch fides; indogermanisch leubh ‚begehren‘, ‚lieb haben‘, ‚für lieb erklären‘, ‚gutheißen‘, ‚loben‘) bezeichnet eine Grundhaltung des Vertrauens, vor allem im Kontext religiöser Überzeugungen.“

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(Wikipedia)

 

Wenn man Glauben so versteht, ist es viel mehr als ein theoretischer Inhalt oder Wissen, das man irgendwie versuchen kann in einem Glaubensbekenntnis zusammenzufassen oder das man in einer Theologie-Prüfung abfragen kann. Eine Grundhaltung ist etwas Tiefes, das bis ins Unterbewusste reicht.

Glauben hat mit Gedanken und mit meiner Vorstellungswelt zu tun. Aber auch mit meinem Gewissen, mit meinen Entscheidungen und mit meinem Verhalten. Als religiöser und kultureller Begriff ist „Glaube“ so dicht und vielschichtig, wie Religion und Kultur selbst es sind.

 

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Der Glaube (1752–53), Allegorie von L.S. Carmona; Foto von Luis García via Wikimedia Commons – GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)

 

Wer sich gerne Videos anschaut, kann hier einen interessanten Beitrag der Philosophin Prof. Dr. Alma von Stockhausen zum Thema Glaube sehen & hören:

 

 

Theorie und Praxis

Was ich in der Kirche als Glaubensbekenntnis mitspreche, muss nicht unbedingt mit dem übereinstimmen, was ich wirklich glaube, oder was andere sich bei demselben Glaubensbekenntnis darunter vorstellen.

Erst unser Leben macht deutlich, was wir wirklich glauben. Die Summe all der vielen kleinen und großen Entscheidungen jeden Tag erschafft meine Biographie; und an der kann man dann ablesen, was mir wichtig ist. Auch bei jemanden, der sich nie groß Gedanken darüber gemacht hat, was er glaubt, und dies niemals versucht hat, in Worte zu fassen, zeigt trotzdem das Leben, was dieser Mensch glaubt. Und sei es nur der Glaube, dass das Leben ein endloses Leiden ist.

Mir geht es hier nicht um irgendeinen Glauben, sondern mir geht es um Glauben, der für einen Menschen „funktioniert“; Glaube, der in sich stimmig ist und im harten Alltag auch die Früchte wachsen lässt, die man erwarten würde. „Ganzheitlicher Glaube“ sozusagen, der für den Glaubenden selbst und auch für sein Umfeld positive Auswirkungen hat. Glaube, der retten und erlösen kann.

 

„Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.

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(Johannes-Evangelium; Neues Testament; 3,16)

 

Christlicher Glaube

Kann man  diesen  Glauben lernen? Jesuanischen Glauben? An Gott so glauben, wie Jesus es vorgelebt hat? Glaube, der von Jesus ausgeht und durch ihn möglich wird?

Zur Frage, ob man diesen christlichen Glauben lernen kann, fallen mir dann gleich noch mehr Fragen ein:

Falls „Ja.“ – Wie lernt man dann diesen Glauben?

Falls „Nein“ – Warum kann man diesen Glauben nicht lernen?

Ich habe in meinem Leben schon verschiedene Antworten auf diese Frage kennengelernt.

 

„Dem einen wird durch den Geist ein Wort der Weisheit gegeben … einem andern Glaube …“
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(Paulus im Brief an die Christen in Korinth 12,9)

 

Antwort: „Nein“

1.  „Nein.“ – Glaube kann man nicht lernen, weil er ein Geschenk ist und eine Frucht des Heiligen Geistes. (Galaterbrief 5,22 in der Lutherübersetzung von 1956!)

2.  „Nein.“ – Glaube ist eine Entscheidung, ein Willensakt. Deshalb kann auch dazu aufgerufen werden. Man kann ihn aber nicht erlernen.

Ich habe so auf Anhieb in meiner Bibel auch keinen Vers gefunden, wo vom „Glauben lernen“ die Rede ist.

 

„… dass sie Gott suchen sollen, ob sie ihn wohl fühlen und finden könnten …“

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(Paulus in der Apostelgeschichte, 17,27)

 

Antwort: „Ja“

Um sich für Jesus entscheiden zu können, muss man erst einmal die Überlieferung über Jesus kennenlernen. Alles zusammen ist also auch ein Lernvorgang.

 

„Den Herrn anrufen kann man nur, wenn man an ihn glaubt. An ihn glauben kann man nur, wenn man von ihm gehört hat. Von ihm hören kann man nur, wenn jemand da ist, der die Botschaft von ihm verkündet …

Wie wir gesehen haben, setzt der Glaube das Hören der Botschaft von Christus voraus.“
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(Paulus im Brief an die Christen in Rom 10,14-17)

 

„spürbar“

Ich war 2016 auf einer Informationsveranstaltung zum Glaubenskurs „spürbar“(www.spuerbar.org). Dies ist nicht der allererste Glaubenskurs, der erfunden worden ist und wahrscheinlich auch nicht der letzte. Für diesen „Nachfolge-Kurs“ zeichnet das Evangelische Werk für Diakonie und Entwicklung e. V. verantwortlich. Er ist wohl als eine Art Aufbaukurs zu spur8 gedacht.

Ein Untertitel auf dem Flyer heißt „Spüren Sie in acht Veranstaltungen auf, wie der Glaube lebendig wird.“  – Klingt ein bisschen wie ein Wiederbelebungskurs für einen toten Glauben.

Das Konzept und die Vorstellung des Kurses war mir sympathisch. Lebensnah und mit Offenheit für die Erfahrungen der Teilnehmer. Ich bin mir allerdings noch nicht sicher, ob auch deutlich wird, an was oder wem man glaubt.

Soll man dem Kursleiter glauben? Oder einander? An die christliche Überlieferung? Und falls ja: Welche Version des Christentums denn? Es hat ja anscheinend noch nie eine einheitliche christliche Lehre gegeben …

Das ist wohl ein grundsätzliches Problem aller Glaubenskurse: Auf welcher Grundlage befindet man sich? Was ist das Ziel? Wie viel Bedeutung haben die persönlichen Lebenserfahrungen der Teilnehmer? Wie wägt man die unterschiedlichen Interessen gegen einander ab? In welche Richtung leitet man ein Gespräch? Leitet man überhaupt, oder schaut man einfach zu, was sich ereignet?

Was ist die beste Methode, um Glauben zu lernen?

 

„Der Wind weht, wo er will. Du hörst zwar sein Rauschen, aber woher er kommt und wohin er geht, weißt du nicht. So ist es bei jedem, der aus dem Geist geboren ist.“

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(Johannes-Evangelium 3,8)

 

„Ein Kurs in Wundern“

„Was soll denn das sein?“ – Hab ich mich jedenfalls gefragt …

Kennt den „Kurs in Wundern“ jemand von euch und hat vielleicht sogar persönliche Erfahrungen damit gemacht? – Mir ist der Name des Kurses in letzter Zeit öfter mal begegnet.

 

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Helen Schucman; Porträt von Brian Whelan (1981), via Wikimedia Commons – CC BY 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0)

 

Glaube und/oder Spiritualität?

Es fällt auf, dass in letzter Zeit das Wort „Spiritualität“ immer mehr in Mode kommt. Anscheinend können viele Menschen mit dem alten Wort „Glaube“ nicht mehr so viel anfangen.

Wo Christen sich seit Jahrhunderten streiten, sich gegenseitig Unglaube oder Ketzertum oder Mangel an Heiligem Geist vorwerfen und auf Scheiterhaufen verbrannt haben, ist das ja irgendwo auch verständlich.

Es gibt ein Christsein und ein Verständnis des christlichen Glaubens, das in unsere postmoderne Zeit passt und unser Menschsein ganzheitlich erkennt. So könnten wir auch die Bedeutung des christlichen Glaubens als Teil der Kulturgeschichte der Menschheit besser verstehen.

 

„… Gott ist Liebe, und die in der Liebe bleiben, bleiben in Gott, und Gott in ihnen.“

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(Erster Johannesbrief 4,16b)

 

[Dies ist die neuere Überarbeitung eines älteren Artikels, welchen ihr mit Kommentaren hier findet.]

 

Gnade und Liebe

 

Ich habe in meinem Leben schon viel über Gnade gehört. Langsam fange ich an, an sie zu glauben. Die wahren Werte im Leben kann man sich nicht nehmen – sie können nur empfangen werden.

In unserem tiefsten Wesen sind wir Empfangende. Das Leben selbst ist ein Geschenk. Schon bevor wir den ersten Gedanken formulieren, prägt sich tief in uns die Schönheit des Lebens. Es ist das Wissen um diese Schönheit, die uns zu Suchenden macht.

Es sind die Bilder unserer Seele, die uns auf einen guten Weg führen. Die Träume in der Nacht, die uns in eine tiefere Wahrheit begleiten.

In bin kein Lehrer, sondern ein Lernender. Die Wahrheit kann ich nicht selbst erfinden. Sie begegnet mir – und ich kann sie weitererzählen. Wir sind nicht beauftragt worden, einander den Kopf zu waschen, sondern die Füße.

Wir nehmen, und wir geben. Leben bedeutet Überfluss. Wenn wir uns aufs Leben einlassen, können wir den Segen nicht zurückhalten. Er fließt durch uns zu allen Menschen und allem, was lebt.

Wir lernen Liebe nicht, indem wir um sie kämpfen, sondern weil wir von ihr überwältigt werden.

Das tiefste Geheimnis der Weihnacht  kommt zu uns : Schönheit, Gnade und Liebe. Wir können es nirgendwo kaufen, sondern uns nur damit beschenken lassen.

 

Sandra Hauser | Die spirituelle Rolltreppe

 

Sandra Hauser auf ihrem Blog „Integrales Christsein“ über die Entwicklung des christlichen Glaubens:

Die spirituelle Rolltreppe – Die Entwicklung des christlichen Glaubens