Christoph Schmieding | Warum wir nicht den alten Wein in neuen Schläuchen, sondern den neuen Wein in alten Schläuchen wollen …

 

Christoph Schmieding auf seinem Blog „Gott ist Links“ zum Hossa-Talk mit Johannes Hartl:

Warum wir nicht den alten Wein in neuen Schläuchen, sondern den neuen Wein in alten Schläuchen wollen – Was man vom Hossatalk mit Johannes Hartl lernen kann

 

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Christoph Schmieding | Individualisierung und Glaube: Über den Generationenkonflikt in unseren freikirchlichen Gemeinden

Gott ist Links

In letzter Zeit hatte ich wiederholt Facebook Diskussionen und Gespräche mit Menschen, die sich sehr daran stören wie jüngere Generationen, oder progressivere Christen generell, mit Glaubensfragen umgehen. Oft kam hier der Vorwurf der Egozentrik auf, die sie einem (selbst-) kritischen Glauben unterstellen, in Abgrenzung zu einem Glauben selbstredend, der, verkürzt formuliert, auf reinem Gehorsam beruht, was sich dann praktisch meist in Form von Bibeltreue ausformuliert. In all diesen Diskussionen war es mir unmöglich dieser Falle des Egozentrik-Vorwurfes zu entkommen, einfach auch aufgrund dessen, dass ich in meinen Formulierungen und Argumentationen natürlich zu aller erst von mir sprach, was „ich“ warum und wie glaube – einfach auch, weil man das heute so tut. Weil man heute von sich selbst spricht. Weil man heute gelernt hat, dass seine eigenen Vorstellungen nur Möglichkeiten unter vielen sind und dass man hier nicht andere vereinnahmen will und kann.

Wenn ich mich heute so umschaue in…

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Christoph Schmieding | Die Krux mit den progressiven Gedanken: Warum progressive Gemeinden oftmals stagnieren

Gott ist Links

Jupp, ich bin ein Ex-Evangelikaler

Ich bin evangelikal aufgewachsen. Ja, ich bin mit einem recht treuen, naiven Bibelglauben groß geworden und ja, ich habe diesen später, auch durch mein Studium und dem damit verbundenen Rauskommen aus der christlichen Blase, in Frage gestellt. Ja, auch ich habe mich an Zweifeln und einem „nicht Loslassen können“ abarbeiten müssen und bis heute beschäftigt mich mein Glaubensweg zu tiefst. Noch immer bin ich in Auseinandersetzung mit meiner einstigen Sozialisation und meinem „Glauben wollen, doch oftmals nicht können“. Und ja, noch immer beschäftigt mich die evangelikale, in meinem Fall auch charismatische, Szene, weil sie mir in meiner Kindheit und Jugend einst Heimat war.

Heute verstehe ich mich als progressiver Christ. Als ein Mensch, der von der Nächstenliebe Jesu genauso geprägt ist, wie vom humanistischen Gedanken, der an den Menschen und dessen Potential Gutes hervorzubringen glaubt. Für mich gibt es keine Trennlinie zwischen Welt und Christentum. Keine Trennung…

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neolog | Die Schönheit der Unterschiede

 

Christoph Bartels beim neolog Blog:

http://neolog-blog.de/die-schoenheit-der-unterschiede/

 

In der Stille angekommen …

 

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Tonnengewölbe mit Gurtbögen: Abteikirche in Saint-Savin im Westen Frankreichs, by Lechat84 (Own work) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)%5D, via Wikimedia Commons

 

Ich bin allein. Aber meine Seele kommt trotzdem noch nicht zur Ruhe, und in meinem Kopf wird es nicht still. Die Erlebnisse des Tages zerren noch an mir und eine Fülle von Eindrücken wirken noch nach. Und nachts, in den Träumen, steigen Bilder aus den Tiefen meiner Seele …

Wie macht man das, dass man in der Stille ankommt?

„In der Stille angekommen …“ – Einfache und schöne Worte … aber nicht ganz so leicht umzusetzen. Die Formulierung stammt von einem christlichen Lied von Christoph Zehendner. Wer neugierig geworden ist, kann es sich auf YouTube ansehen:

 

 

Zeit & Stille. Ein einfaches Konzept für unser gestresstes Leben.

Wir alle haben Zeit – theoretisch. Jeden Morgen neu, 24 Stunden am Tag. Wenn wir bewusst unseren Tag gestalten, unser Leben in die Hand nehmen und entscheiden, wofür wir unsere Zeit nutzen, dann haben wir die Chance, in unserem Leben zeitliche Freiräume zu schaffen für das, was wirklich wichtig ist. Noch besser wäre, wenn wir erfasst würden, von den wichtigen Fragen des Lebens selbst, getragen vom Wesentlichen, als nur Getriebene zu sein, von den alltäglichen Dringlichkeiten.

Der moderne Großstadtmensch findet Stille oft nur noch mit Ohren-Stöpseln. Manche suchen Stille in der Natur und auch dort hören wir das Flugzeug sich annähern und wieder entfernen. Es ist allerhöchste Zeit, in einer gestressten und reizüberfluteten Welt, dass wir in unserem eigenen Leben und in der Gesellschaft Freiräume für Zeit und Stille schaffen. Wir dürfen nicht darauf warten, dass das von alleine passiert oder es andere für uns tun – um unser selbst und anderer willen.

 

Da packte Elija die Angst und er lief um sein Leben … und ging eine Tagereise weit in die Wüste hinein … „Steh auf und iss! … Du hast einen weiten Weg vor dir.“
Er erhob sich, aß und trank und machte sich auf den Weg. Die Speise gab ihm so viel Kraft, dass er vierzig Tage und Nächte hindurch gehen konnte, bis er zum Gottesberg Horeb kam …
 Da kam ein heftiger Sturm herauf, der Felsen aus den Bergen riss und vor Jahwe zerschmetterte. Doch Jahwe war nicht im Sturm. Nach dem Sturm bebte die Erde, aber Jahwe war nicht im Beben. Nach dem Erdbeben ein Feuer, doch Jahwe war nicht im Feuer. Nach dem Feuer der Ton eines dahinschwebenden Schweigens …
Als Elija das hörte, verhüllte er sein Gesicht mit dem Mantel und stellte sich in den Eingang der Höhle. Da fragte ihn eine Stimme: „Was tust du hier, Elija?“ …
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(Die Bibel, Tanach / Altes Testament, 1. Buch der Könige, 19. Kapitel, Verse 3-13)

 

Menschen suchten die Einsamkeit als einen Ort der Klärung und Berufung: Elija am Horeb (1. Kön. 19), Johannes der Täufer, Jesus (Mk 1,35), …

Das Motiv der Wüste taucht in biblischen Erzählungen immer wieder auf. Ein Ort der Einsamkeit, Kargheit, der Begegnung mit sich selbst. Ein Ort der Vorbereitung.

In der Geschichte waren und sind Klöster Orte der Kontemplation. Nicht unbedingt eine gute Idee für jeden oder für alle Zeit; aber wenn man für sich selbst, für den Augenblick, eine Lösung gefunden hat, um mehr Zeit für Stille zu finden, hat man schon eine ganze Menge gewonnen.

Habt ihr selbst schon ähnliche Erfahrungen gemacht? Oder habt ihr Tipps, wie man es schafft „in der Stille anzukommen“?

[Dies ist die Überarbeitung eines älteren Artikel. Den älteren Artikel mit Kommentaren findet ihr hier.]