Elend und Ohnmacht

 

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New York City (ca. 1890), Foto von Jacob Riis [Public domain], via Wikimedia Commons

 

Es ist noch nicht so lange her, da hatte auch in unserer reichen Ersten Welt das Elend noch andere Dimensionen. Und auch heutzutage mehren sich die Obdachlosen in den Straßen unserer Großstädte. Vielleicht erregen sie unsere Aufmerksamkeit … für einen Augenblick.

Armut ist nicht attraktiv. Verwahrloste Menschen werden krank und haben Parasiten. Abscheu und Ekel regt sich in uns …

 

… Er war weder stattlich noch schön. Nein, wir fanden ihn unansehnlich, er gefiel uns nicht! Er wurde verachtet, von allen gemieden. Von Krankheit und Schmerzen war er gezeichnet. Man konnte seinen Anblick kaum ertragen. Wir wollten nichts von ihm wissen, ja, wir haben ihn sogar verachtet …
(Die Bibel, Tanach / Altes Testament, Jesaja, 53. Kapitel, Verse 2-3)

 

Eine verzaubernde Hochglanz-Plastikwelt und ein schöner blauer Planet der verdreckt.

Teures Parfum und schadstoffbelastete Luft und Wasser.

Millionen-Dollar-Immobilien, Gold und Marmor, Wellblechhütten und Obdachlose.

Milliardäre und Überschuldete.

Milliardengeschäfte der Tourismusbranche und Millionen auf der Flucht.

Milliarden für Luxusartikel und kein Geld für eine Handvoll Reis.

Milliardengeschäfte der Spaß-Industrie und Millionen Hungernder und Frierender.

Regt sich ein Gefühl in deiner Seele?

 

… wehe euch, ihr Reichen! Ihr habt euer Glück schon auf Erden genossen. Wehe euch, die ihr jetzt satt seid! Ihr werdet Hunger leiden. Wehe euch, die ihr jetzt sorglos lacht! Ihr werdet trauern und weinen.
(Neues Testament, Lukas-Evangelium 6,24-25)

 

[Dies ist ein Text für die Menschheitsfamilie. Wir haben nur eine gemeinsame Zukunft oder gar keine.]