neolog | Stille Zeit – was soll das (sein)?

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Der stille Mapourika Lake auf Neuseeland, by Richard Palmer [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)%5D, via Wikimedia Commons

 

Interessanter Artikel von Daniel Trommer  auf neolog über die „Stille Zeit“.

Der entsprechende englische Begriff ist wohl „quiet time“. Für den englischen Begriff gibt es sogar einen eigenen Wikipedia-Artikel. Für die Stille deutschsprechender Frommer steht ein bisschen im Artikel zur Stille.

Als junger Mensch war mir meine Stille Zeit sehr wertvoll, und ich profitiere heute nach vielen Jahren immer noch von der Investition von damals. Deswegen kann ich gut verstehen, warum manchen Christen „Stille Zeit“ ganz wichtig ist. Irgendwann hab ich die Routine dann verloren – wahrscheinlich weil sich meine Lebensverhältnisse änderten.

Begriff und Praxis der „Stillen Zeit“ ist ein gutes Beispiel dafür, wie manchmal Normen und Ideale in christlichen Gruppen entstehen, die das Leben für den Einzelnen nicht unbedingt einfacher machen.

Heute hab ich keine feste „Stille Zeit“, sondern ich nehme mir einfach Zeiten der Stille, des tiefen Nachdenkens und Betens so, wie es gerade passt. Gott sei Dank, hab ich die Möglichkeiten dazu.

Weiter zum: neolog-Artikel.

trommeda | Spontanes Fazit zum Emergent Forum 2016

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Bild: Emergent Forum / Rolf Krueger

Was ist Kirche? Was könnte sie sein? Was sollte sie sein?

trommeda

Ich liebe die Kirche. Ich sehne mich nach der Kirche. Ich brauche die Kirche.
Das habe ich lange nicht glauben wollen, denn ich will selber groß sein. Immerhin habe ich Theologie studiert. Ich kann denken, reflektieren, argumentieren, kenne die Bibel, den Jesus, die Liebe und das Ganze recht gut.
Die Kirche ist mir immer suspekt. Sie ist mal zu fromm, dann zu charismatisch, zu missionarisch, zu alt, oder es sind zu wenige. Sie ist zu jung, zu gleich, zu uncool, zu fordernd, zu locker, zu unsozial, die Predigten sind sowieso immer schlecht und die Toiletten zu dreckig.
Ich weiß es besser und ich kann es besser. Denke ich. Und tue alleine dann genau: nichts. Beten, Bibel, Schweigen und so, boah, alles schwierig.
So schleudert mich das wilde Großstadtleben umher, hektisch suche ich Halt, durch spüre nur wieder diese Rastlosigkeit, die Getriebenheit zwischen belegten U-Bahn-Sitzen und ich will ja noch mein…

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