Jesus, obdachlos.

 

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Obdachloser mit Hund in Bremen (2014), Foto von Peronimo via Wikimedia Commons – CC BY 2.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0)

 

„… Die Füchse haben ihren Bau und die Vögel ihre Nester; aber der Menschensohn hat keinen Ort, wo er sich ausruhen kann.“

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(Jesus im Matthäus-Evangelium; Bibel, Neues Testament; 8. Kapitel, Vers 20)

 

Was machen unsere Lebensverhältnisse mit unserem Glauben?

Und wie verändert unser Glaube unseren Lebensstil?

Wie würden wir an Gott glauben, wenn wir nicht wüssten, wo wir heute Abend schlafen oder was wir morgen essen?

 

„Unser tägliches Brot gib uns heute.“

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(Jesus in der Bergpredigt; Matthäus-Evangelium 6,11)

 

Sind wir vielleicht auch deshalb so zufrieden mit einer mangelhaften Theologie und einem desaströsen Zustand der Christenheit, weil wir so komfortabel leben?

Wie viel ist die Christenheit Menschen in Not schon schuldig geblieben?

W.W.J.D.–What would Jesus do?

 

Baum fürs Leben

 

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Zweig einer Nordmann-Tanne; Foto von Simon A. Eugster [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)%5D, from Wikimedia Commons

 

 

*

 

Er hielt den besten Vortrag, den ich je gehört habe. Der ganze Mann, seine Worte und sein Leben sind eine Offenbarung.

 

er stand
tief verwurzelt
fest wie ein baum

lernend
gelehrt in der einsamkeit
und durchs wissen der alten
gebildet durch die weisheit des waldes

mut, aus einer größeren kraft geboren
geworden aus dem reichtum des waldes
getragen von einer größeren macht

erprobt in der krise
gewachsen in den stürmen des lebens
ein fester stand

seinen weg suchend
und findend, in der stille
bewährt im zweifel

seinen widersachern trotzend
den frieden bewahrend
in vergebung überwindend

seine wurzeln reichen tief
umgeben von seiner familie
belehrt von den ahnen

geborgen im haus aus baum
verbunden mit freunden und kameraden
vernetzt über alle grenzen

botschafter eines gesundes lebens
reich durch die schätze der erde
balsam zur heilung der völker

im strom des lebens
fließt der segen
und er greift nach den sternen

 

Man versteht das Gedicht besser, nachdem man den Vortrag gehört hat:

Erwin Thoma: „Die geheime Sprache der Bäume“

Mehr Infos findet man auf seiner Webseite. Am 8. November spricht er an der Urania bei uns in Berlin. – Dafür lohnt es sich vielleicht sogar nach Berlin zu kommen.  🙂

 

… Wie geht es zu, wenn Gott seine Herrschaft aufrichtet? Womit kann ich das vergleichen?

… Es ging auf und wuchs und wurde zu einem Baum, und die Vögel bauten ihre Nester in seinen Zweigen.
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(Bibel, Neues Testament, Lukas-Evangelium, 13. Kapitel, Verse 18-19)