Sabine Bobert | Du findest den Himmel überall – Schweigen und Meditation als Weg zu Einheitserfahrungen

 

Hochaktuell für die evangelischen Kirchen – Theologie-Professorin Sabine Bobert auf ihrem Blog „Mystik & Coaching“ zu den Themen Schweigen und Meditation:

Du findest den Himmel überall – Schweigen und Meditation als Weg zu Einheitserfahrungen

 

Richard Rohr | Contemplation

 

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Richard Rohr. No machine-readable author provided. Svobodat assumed (based on copyright claims). [Public domain], via Wikimedia Commons

 

Hier ausnahmsweise mal ein englischer Text.

Über kontemplative Praxis:

Contemplative Appendix to the Daily Meditations

 

AWAKE – Ein Reiseführer ins Erwachen

 

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Aussicht bei Sonnenuntergang von der Rückseite des Wasserfalls Seljalandsfoss (Island); von Diego Delso [CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)%5D, via Wikimedia Commons  [Wird nicht im Film gezeigt.]

 

„Awake“. – Wikipedia kennt leider nur den US-amerikanischen Thriller aus dem Jahr 2007. Fünf Jahre später wurde allerdings eine österreichische Produktion mit demselben Titel veröffentlicht (Untertitel: „Ein Reiseführer ins Erwachen“) und erhielt im selben Jahr den „Cosmis Cine Award“.

 

Wer nicht liebt, der kennt Gott nicht; denn Gott ist Liebe.

(Die Bibel, 1. Johannesbrief, 4. Kapitel, Vers 8)

 

„Awake“ ist kein christlicher Film. Die österreichische Regisseurin Catharina Roland machte sich – aus einer inneren Not heraus – auf eine Reise um die Welt, um mit Gelehrten und spirituellen Lehrern über die tiefen Fragen des Lebens zu sprechen. Herausgekommen ist ein beeindruckender Dokumentarfilm über praxistaugliche Spiritualität in unserer Zeit.

Zu Wort kommen in dem Film Menschen wie Bruce Lipton, Neale Donald Walsch, Rüdiger Dahlke, Dieter Broers, Ervin László, Arjuna Ardagh, Barbara Marx Hubbard, Eric Pearl, Kiara Windrider, Daniel Pinchbeck, Canamay-Te und Esther Kochte.

Zum Film gibt es ein Praxis-Buch, das die ganze Sache noch praxistauglicher macht. (Für alle, die gerne auch ein Buch zum Lesen haben …)

Wie immer, braucht man nicht mit allem Gesagten übereinstimmen, und kann dennoch Wertvolles für sich mitnehmen. Mit den Bildern und der Musik ist es auf jedem Fall einfach ein schöner Film.

Den YouTube-Trailer findet ihr hier.

Allen Christen, die über solche Produktionen die Nase rümpfen, sei gesagt:

Zeigt doch mal her, wie tiefgehend, einfach, belebend, schön, nachhaltig, in sich stimmig und praxistauglich das ist, was ihr anzubieten habt.  😉

 

Schließlich, meine lieben Brüder und Schwestern, orientiert euch an dem, was wahrhaftig, vorbildlich und gerecht, was redlich und liebenswert ist und einen guten Ruf hat. Beschäftigt euch mit den Dingen, die auch bei euren Mitmenschen als Tugend gelten und Lob verdienen.

.
(Neues Testament, Paulus‘ Brief an die Gemeide in Philippi, 4,8)

 

[ Allen Bibelvers-auswendig-Lernern ist wahrscheinlich aufgefallen, dass beide Bibelstellen der 8. Vers im 4. Kapitel sind.  🙂  ]

 

Gott 9.0 | Gott 9.0: Wohin unsere Gesellschaft spirituell wachsen wird

 

Fast 7 Jahre ist es her, dass Gott 9.0 beim Gütersloher Verlagshaus erschienen ist, und es hat mittlerweile die 7. Auflage erlebt. Ein einzigartiges Buch, das auf grundlegende Art und Weise sämtliche traditionellen jüdisch-christlichen Gottesvorstellungen herausfordert.

Zur Gott 9.0-Webseite:  Gott 9.0

Die Gott 9.0- Webseite beim Gütersloher Verlagshaus: https://www.randomhouse.de/Buch/Gott-9-0/Marion-Kuestenmacher/Guetersloher-Verlagshaus/e343910.rhd#biblios

Blog-Post bei TheoBlog mit Kommentaren: https://theoblog.de/gott-9-0/15171/

Ausführliche kritische Buchbesprechung bei TheoBlog: https://theoblog.de/wp-content/uploads/2011/09/Gott9.0_Buch.pdf

 

Andacht

 

Andacht
Von mir.  🙂   [public domain]

 

 

… Mein Vater, wenn es möglich ist, dann lass den Kelch an mir vorübergehen und erspare mir dieses Leiden! Aber nicht was ich will, sondern was du willst, soll geschehen.

 

(Jesus in Gethsemane – Bibel, Neues Testament, Matthäus-Evangelium, 26. Kapitel, Vers 39)

 

 

Sich fügen in den Willen Gottes. Jede Ausrede und jeder Widerspruch verstummt. In der Klarheit des Weges verblassen alle Alternativen. Die innere Gewissheit ist der Kompass, der die Richtung gibt.

 

 

… ich bin mit Christus gekreuzigt. Nicht mehr ich bin es, der lebt, nein, Christus lebt in mir. Und solange ich noch dieses irdische Leben habe, lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mir seine Liebe erwiesen und sich selbst für mich hingegeben hat.

 

(Neues Testament, Paulus‘ Brief an die Galater, 2,19-20)

 

Andacht. Denken an das Wesentliche. Kontemplation. Ich versenke mich in das, was mich unbedingt angeht. Kein Wenn, kein Aber. Ich füge mich in das große Ganze, von dem ich ein Teil bin. Ich ordne mich ein in den Willen Gottes. Ich lass mich erfassen vom Wirken Gottes in seiner Welt …

 

… Richtet eure Gedanken ganz auf die Dinge, die wahr und achtenswert, gerecht, rein und unanstößig sind und allgemeine Zustimmung verdienen; beschäftigt euch mit dem, was vorbildlich ist und zu Recht gelobt wird. Haltet euch bei allem, was ihr tut, an die Botschaft, die euch verkündet worden ist und die ihr angenommen habt; lebt so, wie ich es euch gesagt und vorgelebt habe. Dann wird der Gott des Friedens mit euch sein.

 

(Philipperbrief 4,8-9)

 

 

In der Stille angekommen …

 

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Tonnengewölbe mit Gurtbögen: Abteikirche in Saint-Savin im Westen Frankreichs, by Lechat84 (Own work) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)%5D, via Wikimedia Commons

 

Ich bin allein. Aber meine Seele kommt trotzdem noch nicht zur Ruhe, und in meinem Kopf wird es nicht still. Die Erlebnisse des Tages zerren noch an mir und eine Fülle von Eindrücken wirken noch nach. Und nachts, in den Träumen, steigen Bilder aus den Tiefen meiner Seele …

Wie macht man das, dass man in der Stille ankommt?

„In der Stille angekommen …“ – Einfache und schöne Worte … aber nicht ganz so leicht umzusetzen. Die Formulierung stammt von einem christlichen Lied von Christoph Zehendner. Wer neugierig geworden ist, kann es sich auf YouTube ansehen:

 

 

Zeit & Stille. Ein einfaches Konzept für unser gestresstes Leben.

Wir alle haben Zeit – theoretisch. Jeden Morgen neu, 24 Stunden am Tag. Wenn wir bewusst unseren Tag gestalten, unser Leben in die Hand nehmen und entscheiden, wofür wir unsere Zeit nutzen, dann haben wir die Chance, in unserem Leben zeitliche Freiräume zu schaffen für das, was wirklich wichtig ist. Noch besser wäre, wenn wir erfasst würden, von den wichtigen Fragen des Lebens selbst, getragen vom Wesentlichen, als nur Getriebene zu sein, von den alltäglichen Dringlichkeiten.

Der moderne Großstadtmensch findet Stille oft nur noch mit Ohren-Stöpseln. Manche suchen Stille in der Natur und auch dort hören wir das Flugzeug sich annähern und wieder entfernen. Es ist allerhöchste Zeit, in einer gestressten und reizüberfluteten Welt, dass wir in unserem eigenen Leben und in der Gesellschaft Freiräume für Zeit und Stille schaffen. Wir dürfen nicht darauf warten, dass das von alleine passiert oder es andere für uns tun – um unser selbst und anderer willen.

 

Da packte Elija die Angst und er lief um sein Leben … und ging eine Tagereise weit in die Wüste hinein … „Steh auf und iss! … Du hast einen weiten Weg vor dir.“
Er erhob sich, aß und trank und machte sich auf den Weg. Die Speise gab ihm so viel Kraft, dass er vierzig Tage und Nächte hindurch gehen konnte, bis er zum Gottesberg Horeb kam …
 Da kam ein heftiger Sturm herauf, der Felsen aus den Bergen riss und vor Jahwe zerschmetterte. Doch Jahwe war nicht im Sturm. Nach dem Sturm bebte die Erde, aber Jahwe war nicht im Beben. Nach dem Erdbeben ein Feuer, doch Jahwe war nicht im Feuer. Nach dem Feuer der Ton eines dahinschwebenden Schweigens …
Als Elija das hörte, verhüllte er sein Gesicht mit dem Mantel und stellte sich in den Eingang der Höhle. Da fragte ihn eine Stimme: „Was tust du hier, Elija?“ …
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(Die Bibel, Tanach / Altes Testament, 1. Buch der Könige, 19. Kapitel, Verse 3-13)

 

Menschen suchten die Einsamkeit als einen Ort der Klärung und Berufung: Elija am Horeb (1. Kön. 19), Johannes der Täufer, Jesus (Mk 1,35), …

Das Motiv der Wüste taucht in biblischen Erzählungen immer wieder auf. Ein Ort der Einsamkeit, Kargheit, der Begegnung mit sich selbst. Ein Ort der Vorbereitung.

In der Geschichte waren und sind Klöster Orte der Kontemplation. Nicht unbedingt eine gute Idee für jeden oder für alle Zeit; aber wenn man für sich selbst, für den Augenblick, eine Lösung gefunden hat, um mehr Zeit für Stille zu finden, hat man schon eine ganze Menge gewonnen.

Habt ihr selbst schon ähnliche Erfahrungen gemacht? Oder habt ihr Tipps, wie man es schafft „in der Stille anzukommen“?

[Dies ist die Überarbeitung eines älteren Artikel. Den älteren Artikel mit Kommentaren findet ihr hier.]